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09.10.2013 | Automobil + Motoren | Nachricht | Onlineartikel

Riesiger Computertomograph durchleuchtet ganze Autos

Autor:
Christiane Brünglinghaus
1 Min. Lesedauer

Forscher des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Schaltungen IIS haben am Standort Fürth einen überdimensionalen Computertomographen entwickelt, der künftig Autos durchleuchten soll. Der Vorteil dabei: ganze Autos können zerstörungsfrei geprüft werden. Der Computertomograph im XL-Format kann beispielsweise Prototypen neuer Autos mit den Konstruktionsdaten abgleichen oder Materialfehler wie winzige Risse in Automobil erkennen.

Klassische zweidimensionale Röntgenbilder, wie sie in der konventionellen Werkstoffprüfung eingesetzt werden, sind oft ungenau: Sie zeigen lediglich eine Art "Schattenwurf" aus einer einzigen Position. Mehr Möglichkeiten bietet die industrielle Computertomographie (CT): Bauteile können damit vollständig dreidimensional erfasst, berührungslos und zerstörungsfrei vermessen und inspiziert werden.

Doch wie bekommt man ein ganzes Auto in einen Computertomographen? Das Untersuchungsobjekt wird dazu auf einen riesigen Drehtisch gehievt, erläutern die Experten vom Fraunhofer IIS. Während dieser langsam rotiere, fahren eine Röntgenquelle auf der einen und ein vier Meter langer Röntgendetektor auf der anderen Seite neben dem Objekt auf und ab. Aus den so entstandenen Aufnahmen lasse sich am Computer ein dreidimensionales Bild errechnen. "Das ist in dieser Größenordnung eine bislang einzigartige Möglichkeit zur zerstörungsfreien Materialprüfung", sagt Professor Randolf Hanke, der das Entwicklungszentrum Röntgentechnik EZRT in Fürth leitet. Dank der heute schon extrem hohen Auflösung von 0,8 Millimetern an metergroßen Objekten sollen auf den Aufnahmen selbst winzige Details gestochen scharf zu erkennen sein – kurzfristig streben die Forscher eine Auflösung von 0,4 Millimetern an.

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