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20.05.2014 | Automobil + Motoren | Nachricht | Onlineartikel

Shell Eco-Marathon 2014: 3315 km mit einem Liter Benzin

Autor:
Angelina Hofacker

Der 30. Shell Eco-Marathon endet mit neuem Distanzrekord: Team Microjoule La Joliverie aus Frankreich fuhr umgerechnet 3315 km mit nur einem Liter Benzin. 198 Teams aus 27 Ländern traten dieses Jahr beim Effizienz-Wettbewerb in zwei Kategorien und nach Kraftstoffart getrennt gegeneinander an: Stromlinienförmige, luftwiderstandsoptimierte Prototypen und straßentaugliche "Urban Concept"-Fahrzeuge.

Ziel des Wettbewerb ist es, mit einem Liter Kraftstoff oder der entsprechenden Menge Strom so effizient wie möglich zu fahren. Im Wettkampf müssen die Teams mit ihren Fahrzeugen zehn Runden auf dem Straßenparcours zurücklegen, um in die Wertung aufgenommen zu werden, erklärt Veranstalter Shell. Dabei dürfen sie das zeitliche Limit von 39 Minuten nicht überschreiten. Die Durchschnittsgeschwindigkeit muss mindestens 25 km/h betragen. Danach wird der Kraftstoffverbrauch ermittelt und hochgerechnet, wie weit das Fahrzeug gekommen wäre, wenn es einen ganzen Liter Kraftstoff oder dessen Gegenwert in Kilowattstunden verbraucht hätte. Sieger ist das Team mit der weitesten Strecke. Wie der Mineralölkonzern bekannt gab, fuhren die Studenten-Teams auf einem Stadtkurs in Rotterdam in ihren selbstkonstruierten Fahrzeugen auch dieses Jahr neue Streckenrekorde.

Verbrennungsmotoren

In der Kategorie Prototyp/Benzin konnte sich Microjoule La Joliverie aus Frankreich, das Siegerteam aus 2013, auch dieses Jahr wieder durchsetzen. Sie übertrafen ihre bisherige Erfolgsbilanz mit einem Ergebnis von umgerechnet 3314,9 km mit einem Liter Benzin. Damit verbesserte das Team seinen eigenen Rekord aus dem Vorjahr um fast 350 km. In der Kategorie "Urban-Concept" stellte das französische Team Lycée Louis Delage einen neuen Rekord mit 468,9 km in der Benzin-Kategorie auf und verwies den Vorjahressieger Skap von der Warsaw University Of Technology auf den zweiten Platz.

Mit 1300,1 km pro Liter Diesel holte das französische Team IUT GMP Valenciennes den Sieg in der Kategorie der Prototypen. Das Team der Hochschule Offenburg siegte mit seinem "Urban-Concept"-Fahrzeug in der Kategorie der Dieselantriebe, sie kamen auf eine Streckenlänge von 389 km mit einem Liter Kraftstoff. Auch dieses Team konnte sich im Vergleich zum Vorjahr verbessern: In 2013 holten die Studenten den Sieg mit 315,4 km pro Liter Diesel. Darüber hinaus gewannen die Baden-Württemberger noch in der Sonderpreis-Kategorie "Off-track Awards" den Shell-Helix-Tribologie-Preis, der besondere Leistungen im Zusammenhang mit dem Einsatz von Schmierstoffen zur Verbesserung der Kraftstoffeffizienz auszeichnet.

Alternative Antriebsarten

In der Wasserstoff/Brennstoffzellen-Kategorie gewann im Feld der Prototypen das niederländische Team H2A von der Hogeschool Van Amsterdam mit 428,5 km pro Kilowattstunde. Das Team konnte im Vorjahr bereits den Sieg holen. Das Protron-Team der Hochschule Trier erzielte mit seinem Prototyp 337 km pro Kilowattstunde und landete mit diesem Effizienzwert auf Rang 3 im Klassement der Wasserstoff-Antriebe mit insgesamt 10 Startern. Ein französisches Team siegte bei den straßentauglichen Wasserstoff/Brennstoffzellen-Fahrzeugen: 150,5 km legte das Fahrzeug vom Team La Joliverie Polytech Nantes zurück. Hier kam das zweite Team der Hochschule Trier auf 219 km, das reichte zum zweiten Platz.

Es kündigte sich bereits 2013 an, hat damals allerdings nur für Platz zwei gereicht: Das Team der Technischen Universität Graz konnte dieses Jahr den ersten Platz bei den Elektrofahrzeug-Prototypen einfahren. Sie erreichten 1091,6 km pro Kilowattstunde mit ihrem Fahrzeug. Bei den straßentauglichen Fahrzeugen errang das französische Team Electricar Solution den ersten Platz mit 312 km pro Kilowattstunde.

Im batterieelektrischen Teilnehmerfeld ließ sich auch manche technische Neuheit bestaunen: Das portugiesische Team AERO@UBI der Universidade Da Beira Interior in Covilha hat ein Fahrzeug konstruiert, das kein Lenkrad besitzt und stattdessen durch Körperbewegung des Fahrers gelenkt wird. Der Prototyp mit der Startnummer 345 startete im Feld der Elektrofahrzeuge.

Laut Angaben des Veranstalters verfolgten rund 40.000 Besucher den Effizienz-Wettbewerb, der vom 15. bis 18. Mai 2014 in Rotterdam stattfand.

Sieger des Shell Eco-Marathons 2014

Kategorie Startnummer Sieger Universität/Hochschule Ergebnis
Prototyp: Benzin 1 La Joliverie Lycee Saint-Joseph La Joliverie, Frankreich 3314,9 km/l
Prototyp: Diesel 9 IUT GMP Valenciennes

 

I.U.T Valenciennes, Frankreich

1300,1 km/l
Prototyp : Wasserstoff/Brennstoffzelle 201 H2A Hogeschool Van Amsterdam, Niederlande 428,5 km/kWh
Prototyp: Batterieelektrisch 304 TERA TU Graz TU Graz, Österreich 1091,6 km/kWh
Prototyp: Alternative Kraftstoffe (Ethanol E100 + Gas-to-Liquid) 2 SA de Toulouse Universite Paul Sabatier Toulouse, Frankreich 2757,2 km/l
Urban-Concept: Benzin 503 Lycée Louis Delage Lycée Louis Delage, Frankreich 468,8 km/l
Urban-Concept: Diesel 504 Schluckspecht Hochschule Offenburg, Deutschland 389,0 km/l
Urban-Concept: Wasserstoff/Brennstoffzelle 601 La Joliverie Polytech Nantes Polytech Nantes, Frankreich 150,5 km/kWh
Urban-Concept: Batterieelektrisch 701 Electricar Solution Lycee Des Metriers De L'Energie Arles, Frankreich 312,1 km/kWh
Urban-Concept: Alternative Kraftstoffe (Ethanol E100 + Gas-to-Liquid) 501 DTU Roadrunners Technical University Of Denmark, Dänemark 599,0 km/l 

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