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25.01.2012 | Automobil + Motoren | Nachricht | Onlineartikel

Tesis schickt neue Dyna4-Version mit mehr Schnittstellen ins Rennen

Autor:
Caterina Schröder
2 Min. Lesedauer

Tesis schafft mit der neuen Version 2.1 seines Simulationsframeworks Dyna4 neue Schnittstellen und damit weitere Optionen, die Software mit einer bestehenden Infrastruktur zu nutzen. So können mit Hilfe der generischen XML-RPC-API-Anbindung  virtuelle Testfahrten nun vollständig über die Freeware-Testautomatisierung Exam gesteuert werden. Die Anbindung von medini unite soll einen übersichtlicheren visuellen Modellvergleich ermöglichen, um Modelländerungen in Dyna4 einfacher nachvollziehen zu können.

Darüber hinaus können für detaillierte Wärmemanagement-Untersuchungen nun KULI-Modelle in die Modellbibliothek (Model Repository) des Frameworks integriert werden. Durch die Integration der Wärmemanagementmodelle kann bei der Auslegung von Antriebsträngen in Hybrid- und Elektrofahrzeugen das thermische Verhalten im Fahrzeug genauer einbezogen werden. Vor allem sollen damit Untersuchungen des Warmlaufs des Verbrennungsmotors im Detail möglich sein.

Der Import von Navigationsdaten aus dem freien Navigationsservice openrouteservice.org als Straßendaten in Dyna4 ermöglicht Tests auf beliebigen, realen Streckenverläufen. Dies erlaubt beispielsweise Untersuchungen für das Energiemanagement von Hybridfahrzeugen oder Langstreckentests von LKW. Der Bereich Auswertung und Analyse von Simulationsergebnissen wurde in Dyna4 2.1 um anpassbare Templates für den Export nach Excel erweitert, zusätzlich zur bestehenden Schnittstelle zu NI Diadem, der interaktiven Plot GUI, PDF-Reports und 3D-Animationen in DYNAanimation.

Während für Modellentwickler und für die Dyna4-Frameworkkonfiguration sehr flexible Optionen zur Verfügung stehen, um ein vielfältiges Anwendungsspektrum abzudecken, wird für den Simulationsanwender die Nutzung von Dyna4 in 2.1 weiter vereinfacht.  So können die virtuellen Testfahrten nun von Benutzern ohne Simulink-Erfahrung durchgeführt werden, wenn vom Modellentwickler kompilierte Modelle in der Modellbibliothek zur Verfügung gestellt werden. Der Anwender stellt die gewünschte Fahrzeugkonfiguration per Auswahlmenü zusammen und Dyna4 erstellt im Hintergrund aus der Modellbibliothek das virtuelle Fahrzeug mit den erforderlichen Modellkomponenten und Verknüpfungen. Für die Testfahrten kann er auf die mitgelieferte Fahrmanöver-Datenbank zurückgreifen und hier entweder Standard-Iso-Manöver und Testzyklen oder eigene Manöver automatisiert abfahren. Um vielfältige Simulationen automatisiert durchzuführen, wird der Nutzer durch das Task-Konzept unterstützt, wo ganze Abläufe hinterlegt und im Batch-Betrieb abgearbeitet werden können.

Als besonders nützlich in Dyna4 beschreibt Tesis die erweiterte Parameter-Variation. Damit sollen sich automatisiert komplexe Kombinationen von Parametervariationen einfach definieren, simulieren und durch das Postprocessing bewerten lassen. Insgesamt wurde in der Version 2.1 Schwerpunkte auf Konnektivität und Handling gelegt, damit vorhandene Modelle und Tools in Dyna4 von möglichst vielen Simulationsanwendern im Unternehmen genutzt werden können.

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