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26.01.2011 | Automobil + Motoren | Nachricht | Onlineartikel

MTZ-Tagung: Der Verbrennungsmotor hat Zukunft

Autor:
Ruben Danisch

Die Elektrifizierung bis hin zum E-Antrieb ist in aller Munde. Man könnte meinen, das wäre anders, wenn die Kernkompetenz der Motorenentwicklung zusammenkommt. Die 6. http://www.atzlive.de/index.php;site=vtf "Der Antrieb von morgen" beim Gastgeber VW in Wolfsburg widerlegte das allerdings. Unter der Fragestellung "Hat der Verbrennungsmotor eine Zukunft?" war die Elektrifizierung durchaus einer der Diskussionsschwerpunkte. Mit hohem Konsens unter den über 170 Teilnehmern bezüglich der Rolle des Verbrennungsmotors im künftigen Antriebsstrang: Er bleibt maßgebliche Antriebsquelle und es gilt, sein nach wie vor hohes Potenzial weiter auszuschöpfen.

Im Kampf um die Reduzierung der CO2-Emissionen ist klar, dass sie im Wesentlichen über hohe Stückzahlen Erfolg haben kann. Sollte das Ziel, bis 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf dem Markt zu haben, erreicht werden, entspräche dies etwa 2,3 Prozent des Automobilbestands. Die große Masse würde weiterhin von einem Verbrennungsmotor angetrieben, Fortschritte in seiner Effizienz sind also deutlich durchschlagender. So skizzierte es Hans-Georg Frischkorn, VDA, und gibt damit der Industrie Rückenwind, die sich noch viel von der Optimierung von Otto- und Dieselmotor verspricht.

Wesentliche Felder, die aus technischer Sicht Potenzial bieten, gleichzeitig aber auch Herausforderungen darstellen, sind klassische Aspekte wie Reibung, Thermomanagement oder die Regelung von Nebenaggregaten. Für den Dieselmotor sieht Dr. Jens Hadler (Bild), VW, zudem verstärktes Potenzial zur Gewichtsreduzierung. Beim Diesel müsse außerdem die NOx-Reduzierung zu vernünftigen Kosten dargestellt werden, das heißt, nicht durchgängig über SCR sondern gerade bei kleineren Motoren im kostensensibleren Segment über eine intelligente Abgasrückführung. Neben der Optimierung von Otto- und Dieselmotoren sowie dem Getriebe sieht Hadler eine entscheidende Chance in der Entwicklung von neuen Kraftstoffen. Kriterien seien, dass sie für die bestehende Fahrzeugpopulation nutzbar und mit aktuellen Kraftstoffen mischbar sind. Außerdem müssten sie Nachhaltigkeitskriterien erfüllen. Bis zu 90 Prozent CO2 könnten mit BtL-Kraftstoffen gespart werden. Allerdings sei dies noch weit weg, da deren Herstellung bislang deutlich zu teuer ist. Der Invest in die Entwicklung alternativer Kraftstoffe sei aber daher mindestens so relevant wie der Invest in die Elektrifizierung. Entsprechend formulierte es auch Professor Peter Gutzmer, Schaeffler, der zu einer besseren Balance in der Subvention von Verbrennungs- und Elektroantriebsentwicklung aufrief.

Einen ausführlichen Bericht zur MTZ-Fachtagung "Der Antrieb von morgen" lesen Sie in der MTZ 4/2011, die am 11. März 2011 erscheinen wird.

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