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02.05.2011 | Automobil + Motoren | Nachricht | Onlineartikel

VDI präsentiert Roadmap zur Fertigungsmesstechnik

Autor:
Stefan Schlott

Anlässlich der 25. Control, Internationale Fachmesse für Qualitätssicherung, die am heutigen Dienstag, 3. Mai 2011, in Stuttgart begann, präsentierte die VDI/VDE-Gesellschaft (Verband Deutscher Ingenieure/ Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik) Mess- und Automatisierungstechnik (GMA) eine detaillierte Analyse, wie sich die Fertigungsmesstechnik in den kommenden Jahren entwickeln wird. Die Ergebnisse wurden unter dem Titel "Roadmap Fertigungsmesstechnik 2020" zusammengefasst. Dieses Kompendium ist vor dem Hintergrund zu verstehen, dass die Bedeutung der Fertigungsmesstechnik für den Unternehmenserfolg nimmt beständig zunimmt. "Qualität ist für Unternehmen jeder Branche ein wichtiges Instrument, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern und zu erhalten", sagt Professor Dr.-Ing. Robert Schmitt, Vorsitzender des Fachbereichs Fertigungsmesstechnik der VDI/VDE-Gesellschaft Mess- und Automatisierungstechnik (GMA). "Die heutigen kurzen Produkt- und Innovationszyklen bewirken, dass immer anspruchsvollere Prozesse in immer kürzerer Zeit beherrscht werden müssen."

Durch den technischen Fortschritt in der Fertigungsmesstechnik stehen heute in der Produktion wesentlich mehr Informationen über Produkte und Fertigungsprozesse zur Verfügung. "Die messtechnische Erfassung von Qualitätsmerkmalen industriell gefertigter Produkte ist weitgehend gelöst. Es ist prinzipiell alles messbar. Die Herausforderung für die Fertigungsmesstechnik heute ist die Implementierung von Messtechnik in der industriellen Produktion, so dass die Erfassung der Produktqualität wirtschaftlich realisiert wird", erklärt Dr.-Ing. Dietrich Imkamp, Leiter der Roadmap-Arbeitsgruppe. Die durch die Messtechnik gelieferte höhere Informationsdichte ermöglicht es, drohende Verluste durch fehlerhafte Produkte frühzeitig zu erkennen. Sie trägt damit wesentlich zur ressourceneffizienten Gestaltung sowie zur Transparenz und Wirtschaftlichkeit der Produktion bei.Soll die Qualität eines Produktes oder eines Fertigungsprozesses bestimmt werden, so galt bislang: Je mehr oder je höherwertige Informationen erforderlich sind, umso mehr Sensoren sind einzusetzen. Doch in der Praxis reicht häufig eine einfache Ansammlung mehrerer Sensoren nicht mehr aus. "Abhilfe kann hier die Sensor- und Informationsfusion schaffen, die zur Charakterisierung von Prozess oder Produkt gezielt mehrere Informationskanäle nutzt", meint Dr.-Ing. Michael Heizmann, Mitglied und Autor der Arbeitsgruppe.

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