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17.02.2015 | Automobil + Motoren | Nachricht | Onlineartikel

Vernetzte Sensoren von Bosch melden freie Parkplätze

Autor:
Katrin Pudenz

Parkplatzsuche ade: Zukünftig können vernetzte Sensoren von Bosch automatisch freie Parkplätze melden. Positioniert sind die Sensoren auf dem Straßenbelag und in vorbeifahrenden Autos. Mithilfe einer Echtzeitparkplatzkarte via Internet können Autofahrer einen freien Platz finden.

Bosch-Ingenieure haben Lösungen entwickelt, bei denen mithilfe von Sensoren Echtzeit-Karten entstehen, die freie Parkplätze anzeigen. Eine Informationsquelle für die Karten sind am Boden installierte Funksensoren, erläutern die Entwickler. Diese sollen erkennen, ob auf einem Parkplatz ein Auto steht oder nicht. Die Sensoren leiten diese Information via Internet weiter.

Die freien Parkplätze werden in einer Echtzeit-Karte angezeigt, erläutern die Konstrukteure das Prinzip weiter. Auch an Parklücken vorbeifahrende Fahrzeuge sollen künftig freie Plätze melden können. "Viele Autos besitzen heute eine Einparkhilfe und sind deshalb bereits mit Ultraschall-Sensoren von Bosch ausgestattet", erklärt Dr. Rolf Nicodemus, Leiter des Projektes Connected Parking bei Bosch. "Diese Sensoren erkennen bereits im Vorbeifahren am Straßenrand Lücken zwischen den dort geparkten Fahrzeugen. Weil immer mehr Autos auch online sind, lässt sich diese Information schnell an eine Datenbank übertragen." Dort entstehe in der Kombination mit einer digitalen Straßenkarte eine Echtzeit-Karte, die aktuell freie Parkplätze anzeigt. Je mehr Autos an diesem System teilnähmen, umso detaillierter und aktueller sei die Karte. Übertragen aufs Smartphone eines Nutzers oder direkt ins Navigationssystem seines Autos soll mithilfe der Echtzeitinformationen die Parkplatzsuche deutlich verkürzbar sein.

Sensoren am Boden in Kunststoffgehäusen

Die am Boden installierten Funksensoren sind in stabilen, halbrunden Kunststoffgehäusen verbaut, erläutern die Experten und fügen hinzu: Diese ähneln jenen, die oft zur Markierung von Fahrspuren auf Straßen geklebt werden. Der Funksensor erkenne, ob ein Auto über ihm steht oder nicht. Eine sehr kleine und energiesparende Funkeinheit im Sensor melde diese Information an einen Empfänger (in etwa vergleichbar mit einem Wireless-Router zuhause), der die Signale von hunderten Sensoren er-fassen kann. "Die Zustandsinformationen werden dann über das Internet an eine Datenbank übertragen. Eine Software entwirft daraus nahezu in Echtzeit eine Parkplatzkarte des jeweiligen Gebietes", sagt Projektleiter Nicodemus. "Das kann je nach Anwendung ein Parkdeck sein, ein Straßenzug oder auch eine ganze Innenstadt."

Energiesparende Funktechnik

Sind die Sensoren einmal auf dem Erdboden angebracht, können sie mehrere Jahre dort bleiben, heißt es aus Stuttgart. Ein Batteriewechsel oder der Austausch der Sensoren sei nicht notwendig. Die Energieversorgung halte so lange, weil die Sensoren für die Datenübertragung wenig Energie benötigten und über ein System zum Energiemanagement verfügten. Eine aufwendige und störanfällige Verkabelung entfalle. "Das vernetzte Parken zeigt, wie Bosch die vernetzte Welt aktiv gestalten wird. Sensoren, Software und Services, das sind unsere '3S' im Vernetzungsgeschäft. Mit den Sensoren erfassen wir die Umwelt, mit Software setzen wir die Informationen in nutzbare Daten um, und der so entstehende Service bietet den Anwendern einen konkreten Nutzen", erklärt Bosch-Geschäftsführer Dr. Dirk Hoheisel, der die Automobil-Elektronik verantwortet.

Die auf Bosch-Sensoren und Bosch-Software basierende Lösung wird erstmals auf der Bosch ConnectedWorld in Berlin vorgestellt. Das am heutigen Dienstag, 17., und Mittwoch, 18. Februar 2015 stattfindende internationale Branchentreffen zeigt Lösungen für die vernetze Welt.

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