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29.04.2014 | Automobil + Motoren | Nachricht | Onlineartikel

Virtual Vehicle im Vorwärtsgang

Autor:
Stefan Schlott

Das Grazer Kompetenzzentrum Das virtuelle Fahrzeug Forschungsgesellschaft (ViF) blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2013 zurück. Dies gab Geschäftsführer Dr. Jost Bernasch heute im Rahmen einer Pressekonferenz bekannt.

Im Jahr 2013 erzielten die Grazer mit ihren rund 200 Mitarbeitern und mehr als 100 Partnern weltweit, einen Umsatz von 22 Millionen Euro. Dies ist laut Bernasch ein vielversprechender Start in die zweite Fünfjahres-Forschungsphase des Kompetenzzentrums.

Sechs von sieben Forschungsprojekten genehmigt

Schon jetzt sei klar, dass alle Optionen für Forschungsprojekte in einem Umfang von 30 Millionen Euro bis 2017 vollständig ausgeschöpft würden. Sechs von sieben eingereichten großen EU-Forschungsprojekten unter der Führung von ViF wurden genehmigt, was auch den Stellenwert des Forschungszentrums auf europäischer Ebene verdeutliche. Überdies wurde 2013 mit DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) eines der größten EU-Projekte unter der Leitung von ViF mit 58 Partnern und rund 40 Millionen Euro Budget in Graz mit 100 Teilnehmern gestartet.

Das Grazer Kompetenzzentrum hat sich in seinen über zehn Jahren Forschungsaktivität besonders in den Bereichen Simulation von Komponenten bis hin zu Gesamtfahrzeugen sowie der experimentellen Absicherung dieser Ergebnisse einen Namen gemacht. Dies bestätigen auch Aussagen der Fördergeber und Anteilseigner, die im Rahmen der Pressekonferenz gemeinsam mit Geschäftsführer Bernasch das Podium bildeten. So betonte Dr. Christian Buchmann, Wirtschaftslandesrat des österreichischen Bundeslands Steiermark: "ViF trägt durch seine Forschungsaktivitäten gemeinsam mit unseren zahlreichen innovativen Unternehmen maßgeblich zur Positionierung der Steiermark als einer der führenden Forschungsstandorte Europas mit einer FuE-Quote von 4,7 Prozent bei."

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

Professor Helmut List, Vorsitzender der Geschäftsführung von AVL List betonte: "Eine echt interdisziplinäre Zusammenarbeit bereits in den frühen Phasen des Entwicklungsprozesses ist ein Schlüssel für die neuen, sehr komplexen Herausforderungen. Im ViF wird diese Interdisziplinarität beispielhaft realisiert und im internationalen Forschungsnetzwerk weiter ausgebaut." Und Martin Peter, Geschäftsführer des Engineering Centers Austria von Magna Steyr ergänzte: "Bis 2020 wird sich das Automobil radikal weiterentwickeln. Der ganzheitliche Ansatz des ViF von der frühen Konzeptphase bis zur Serienproduktion ist Basis für die gute und enge Kooperation."

Aktuell bereitet das ViF als Koordinator gemeinsam mit vier europäischen OEMs und mehreren Zulieferern ein langfristiges Projekt vor, das eine wegweisende, funktional sichere Hard- und Softwarearchitektur für die individuelle Mobilität der Zukunft zum Ziel hat. Die Ergebnisse sollen in zwei autonomen Demonstrationsfahrzeugen dargestellt werden. Projektstart könnte schon 2015 sein.

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