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07.09.2015 | Automobil + Motoren | Nachricht | Onlineartikel

Volkswagen nimmt Motorenwerk in Russland in Betrieb

Autor:
Angelina Hofacker
1:30 Min. Lesedauer

Der Volkswagen-Konzern hat ein neues Motorenwerk in Russland in Betrieb genommen. Am Standort Kaluga werden Ottomotoren für Modelle der Marken Volkswagen und Skoda gefertigt. Die Produktionskapazität soll bei 150.000 Einheiten pro Jahr liegen.

Am Produktionsstandort Kaluga sollen nun auf einer Fläche von 32.000 Quadratmetern täglich bis zu 600 Motoren der neu entwickelten EA211-Serie produziert werden. Der neue 1,6-l-Ottomotor sei besonders effizient: Bei höherer Leistung (circa 80 kW/110 PS) wurden Gewicht und CO2-Emissionen im Vergleich zum Vorgänger um jeweils zehn Prozent reduziert, berichten die Motorexperten des Automobilherstellers. In Kaluga wird er nun im Volkswagen Polo und im Skoda Rapid verbaut. Der Motor soll zudem im Volkswagen Jetta sowie im Skoda Octavia und Yeti zum Einsatz kommen, die gemeinsam mit GAZ in Nizhny Novgorod gefertigt werden.

Ein Schwerpunkt des Motorenwerks, dass nach dreijähriger Bauzeit in Betrieb genommen wurde, liege auf energieeffizienter Fertigung. Mit Hilfe modernster Technologien wird Volkswagen zufolge in der Produktion zum Beispiel der Verbrauch von Wasser deutlich verringert. Auch Qualitätsstandards spielen dem Unternehmen zufolge eine wichtige Rolle. So habe Volkswagen allein in moderne Systeme zur Qualitätssicherung rund 8,6 Millionen Euro investiert. Wie der Konzern berichtet, sind insgesamt rund 250 Millionen Euro in das neue Werk geflossen und 400 Arbeitsplätze in der Region entstanden. Volkswagen ist der erste ausländische Automobilhersteller mit eigener Motorenfertigung in Russland.

Mit der Errichtung des Motorenwerkes weitet Volkswagen sein industrielles Engagement in Russland aus. Zugleich erfüllt der Konzern die Ende Mai 2011 mit der russischen Regierung vereinbarten Ziele des Zusatzabkommens zum Dekret 166. Es sieht vor, ab 2016 mindestens 30 Prozent der in Russland produzierten Fahrzeuge mit lokal gefertigten Komponenten auszustatten. Volkswagen zielt laut eigenen Angaben zudem darauf ab, die lokalen Lieferantenbeziehungen weiter auszubauen und nachhaltig zu stärken. So werde ein wesentlicher Teil der für den neuen Motor benötigten Komponenten von lokalen Zulieferern bezogen.

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