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02.12.2013 | Automobil + Motoren | Nachricht | Onlineartikel

Volvo initiiert Pilotprojekt zum autonomen Fahren auf öffentlichen Straßen

Autor:
Katrin Pudenz
3 Min. Lesedauer

Bald sollen 100 Fahrzeuge von Automobilhersteller Volvo selbstfahrend im Rahmen eines Pilotprojekts unter Alltagsbedingungen auf öffentlichen Straßen rund um Göteborg unterwegs sein. Das Projekt "Drive Me - Selbstfahrende Autos für eine nachhaltige Mobilität" ist eine Gemeinschaftsinitiative der Volvo Car Group, der schwedischen Verkehrsverwaltung und Verkehrsbehörde, des Wissenschaftsparks Lindholmen sowie der Stadt Göteborg. Unterstützt wird das Projekt von der schwedischen Regierung.

Ziel des Projekts ist laut Hersteller, die gesellschaftlichen Vorteile des autonomen Fahrens zu demonstrieren sowie Schweden und Volvo als Vorreiter bei der Entwicklung zukünftiger Mobilität zu positionieren. "Autonom fahrende Autos sind integraler Bestandteil des gemeinsamen Ziels von Volvo und der schwedischen Regierung, die Zahl der Verkehrstoten auf null zu reduzieren. Dieses öffentliche Pilotprojekt markiert dabei einen wichtigen Schritt nach vorn", erklärt Håkan Samuelsson, Präsident und CEO von Volvo. "Wir gewinnen Einblicke in die technischen Herausforderungen und erhalten gleichzeitig wertvolles Feedback von echten Kunden, die die Fahrzeuge auf öffentlichen Straßen testen."

Drive-Me-Projekt soll 2014 beginnen

Die selbstfahrenden Fahrzeuge werden auf ausgewählten Strecken in und um Göteborg mit insgesamt rund 50 Kilometer Länge unterwegs sein. Dabei handelt es sich um typische Pendlerstrecken, einschließlich Autobahnen und Straßen mit hohem Verkehrsaufkommen. Zum Projekt gehören auch Tests mit vollautomatischem Parken, ohne dass ein Fahrer im Auto sitzt. Die Arbeit an dem Drive-Me-Projekt soll 2014 beginnen, 2017 sollen die ersten 100 Kunden im Rahmen des Projektes mit selbstfahrenden Fahrzeugen durch die Straßen von Göteborg rollen.

Das autonome Fahren wird laut Volvo die Einstellung zum Autofahren grundlegend ändern. So lassen sich in Zukunft Fahrten in einem Mix aus autonomem und aktivem Fahren gestalten, um die Zeit so besser nutzen zu können - etwa um über mobile Geräte wie Tablets und Smartphones zu kommunizieren oder einfach zu entspannen. "Die Selbstfahrtechnik, die wir im Pilotprojekt einsetzen, erlaubt es dem Fahrer, unter geeigneten Umständen das Fahren dem Auto zu überlassen", erläutert Håkan Samuelsson.

Tests mit Prototypen

Derzeit testet das Unternehmen mit Prototypen. Über einen einfachen Knopfdruck am Lenkrad kann der Fahrzeugführer dem Auto signalisieren, dass es die Kontrolle übernehmen soll, also den autonomen Fahrmodus einschalten. Es übernimmt die Beschleunigung, das Bremsen und auch das Lenken. Zukünftig soll es so sein, dass der Fahrer nach Einschalten des Selbstfahr-Modus beispielsweise schon beginnen kann zu arbeiten, oder zu lesen - eben Zeit zu sparen. Derzeit müsse das System, da es sich noch im Prototypenstadium befinde, jedoch noch überwacht werden, erklärt Erik Coelingh, Technikexperte Aktive Sicherheit bei Volvo in einem Filmbeitrag, den wir unten stehend integriert haben. Das Volvo-System arbeitet unter anderem mit Radar, Lidar wie auch Kamerasystemen zur Umfeldüberwachung. Darüber werde auch eine Karte der Straße, die gerade befahren wird, hinzugezogen, um die aktuellsten Straßendaten zu erhalten.

Bei den 100 Volvo Fahrzeugen soll es sich um neue Modelle handeln, die auf der kommenden skalierbaren Produkt-Architektur (SPA) entwickelt werden. SPA ist auf die kontinuierliche Einführung neuer Assistenz- und Sicherheitssysteme ausgelegt - bis hin zu Techniken, die hochentwickeltes autonomes Fahren ermöglichen. Das erste Modell auf Basis der neuen Architektur ist der neue Volvo XC90, der im kommenden Jahr 2014 vorgestellt werden soll.

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