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18.07.2013 | Automobil + Motoren | Nachricht | Onlineartikel

Weltpremiere auf der IAA 2013: der neue Mercedes-Benz S 63 AMG

Autor:
Katrin Pudenz

Angetrieben von einem 5,5 Liter großen V8-Biturbo mit 430 kW Leistung und 900 Nm Drehmoment rollt der neue S 63 AMG in Kürze an die Startline. Und das 100 kg leichter als der Vorgänger. Resultat aus Gewichtsreduktion und Antrieb sind laut Unternehmen ein Kraftstoffverbrauch von 10,1 bis 10,3 l/100 m nach NEFZ gesamt (237 bis 242 g/km CO2).

Die Reduzierung des Gewichts um 100 kg ist durch die Umsetzung der Strategie AMG Lightweight Performance gelungen. Erzielt wurden die Einsparungen vor allem durch den Einsatz von AMG Leichtmetallrädern in Schmiedetechnik, einer leichten Lithium-Ionen-Batterie sowie einer gewichtsoptimierten AMG-Hochleistungsverbundbremsanlage. Zudem bestehen die komplette Außenhaut der S-Klasse einschließlich des Dachs sowie der Karosserievorbau aus Aluminium. Der Einsatz einer Ersatzradmulde aus Carbon spart weitere 4 kg. Auch bei dem Leistungsgewicht markiert der S 63 AMG mit 3,49 kg/PS die Spitze. Aus diesem Wert resultieren folgende Fahrleistungen: Die Beschleunigung von null auf 100 km/h ist laut Unternehmensangaben je nach Modellvariante in 4,0 bis 4,4 s erreicht; die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 250 km/h (elektronisch begrenzt).

Der intern M 157 genannte AMG 5,5-l-V8-Biturbomotor aus der Bluedirect Motorenfamilie leistet 430 kW (585 PS) und und hat ein Drehmoment von 900 Nm. Gegenüber dem Vorgängermodell konnte der Kraftstoffverbrauch des neuen S 63 AMG um 0,4 l bei 100 km reduziert werden, wobei die Motorleistung um bis zu 30 kW (41 PS) angehoben wurde. Das Achtzylinder-Topmodell erfüllt bereits die Abgasnorm Euro 6, die 2015 in Kraft tritt.

Der AMG 5,5-l-V8-Biturbomotor verfügt über Benzin-Direkteinspritzung mit Piezo-Injektoren, Biturboaufladung, ein Vollaluminium-Kurbelgehäuse, Vierventiltechnik mit Nockenwellenverstellung, eine Luft-Wasser-Ladeluftkühlung sowie eine effiziente Kühlung von Motoröl, Getriebeöl und Wasser, eine Leichtbau-Ölwanne aus Verbundwerkstoff, Generatormanagement und eine Eco-Start-Stopp-Funktion. Wie alle AMG Motoren wird auch der Biturbo-Achtzylinder des S 63 AMG in der AMG Motorenmanufaktur von Hand montiert.

Lithium-Ionen-Batterie spart über 20 Kilogramm Gewicht

Nach dem SLS AMG Coupé Black Series ist der S 63 AMG das zweite AMG-High-Performance-Fahrzeug, bei dem eine Lithium-Ionen-Batterie die Starterbatterie ersetzt. Gegenüber einem herkömmlichen Batteriekonzept bietet die neue Technik laut Angaben zahlreiche Vorteile: Mit einer Kapazität von 78 Ah ersetzt die Lithium-Ionen-Batterie sowohl die Starterbatterie als auch die Stützbatterie. Daraus resultiert eine Gewichtsersparnis von über 20 kg. Der leistungsfähige Stromspeicher ist wie die Experten erklären vergleichsweise unempfindlich gegen Kälte und weist kompakte Abmessungen auf.

AMG Speedshift MCT 7-Gang-Sportgetriebe

Die drei Fahrprogramme "C" (Controlled Efficiency), "S" (Sport) und "M" (Manuell) des AMG Speedshift MCT Siebengang-Sportgetriebes bieten dem Fahrer ein persönliches Getriebe-Setup. Im komfortbetonten Fahrprogramm "C" ist die Eco-Start-Stopp-Funktion aktiv, sie schaltet den Achtzylinder bei Fahrzeugstillstand ab. Darüber kann der Fahrer in Programm "C" eine weich ausgelegte Getriebekennlinie mit komfortorientierten Gangwechseln spüren. Der Anfahrvorgang erfolgt hier generell im zweiten Gang, heißt es aus Affalterbach. In den Getriebemodi "S" und "M" wiederum präsentieren sich Motor und Getriebe agiler. Zudem ist die Eco-Start-Stopp-Funktion inaktiv. Über eine kurzzeitige und exakt definierte Rücknahme von Zündung und Einspritzung bei Volllast erfolgen die Schaltvorgänge schneller und akustisch emotionaler, erklären die AMG-Experten.

Lesen Sie mehr zum S 63 AMG auf Seite 2.

AMG Allradantrieb 4Matic

Der auf Wunsch lieferbare, leistungsorientierte AMG Allradantrieb 4Matic verteilt das Motormoment zu 33 Prozent auf die Vorder- und zu 67 Prozent auf die Hinterachse. Diese heckbetonte Kraftverteilung soll für für die AMG-typisch hohe Fahrdynamik und für eine Verbesserung der Beschleunigungswerte aus dem Stand sorgen. Der Allradantrieb erhöht zudem die Fahrsicherheit bei nassem oder winterlichem Fahrbahnbelag. Optimale Traktion soll eine Lamellenkupplung mit 50 Nm Sperrwirkung garantieren, die speziell auf Schnee und Eis das Kraftschlusspotenzial aller vier Räder voll entfaltet.

Technische Grundlage beim Allradantrieb ist ein Verteilergetriebe für den zusätzlichen Abtrieb zur angetriebenen Vorderachse. Es benötigt keinen zusätzlichen Bauraum, sondern ist platzsparend in das Siebengang-Sportgetriebe integriert, erläutern die Fachleute. Das Drehmoment werde vom Nebenabtrieb über eine Gelenkwelle zur Vorderachse übertragen. Für die Kraftübertragung vom Vorderachsdifferenzial zur linken vorderen Antriebswelle ist eine Zwischenwelle zuständig. Sie führt durch einen gekapselten Wellenkanal in der Motorölwanne. Die kompakte und gewichtsoptimierte Konstruktion sorgt für ein vergleichsweise niedriges allradspezifisches Mehrgewicht von insgesamt 70 kg, heißt es weiter.

Serienmäßig sind alle Varianten des S 63 AMG mit dem ESP Kurvendynamik-Assistenten ausgestattet. Ein gezielter kurzer Bremseneingriff am kurveninneren Hinterrad bewirkt ein definiertes Eindrehen des Fahrzeugs und sorgt für eine höhere Agilität bei dynamischer Kurvenfahrt. Störendes Untersteuern beim Einlenken wird verhindert.

Fahrwerkvarianten: Airmatic und Magic Body Control

Beim S 63 AMG 4Matic kommt das AMG Ride Control Sportfahrwerk zum Einsatz. Die voll tragende Luftfederung Airmatic ist mit dem Adaptiven Dämpfungssystem ADS Plus ausgestattet. Neu ist die in Zug- und Druckrichtung unabhängig voneinander ansteuerbare, kontinuierliche Verstelldämpfung, wie berichtet wird. Sie erlaube eine bessere Anpassung an Fahrzustand und Fahrbahnbeschaffenheit. Per Tastendruck kann der Fahrer zwischen den Fahrwerkmodi "Comfort" und "Sport" wählen. Exklusiv für den S 63 AMG 4Mativ wurde zudem eine spezifische Vorderachskinematik inklusive höherem Radsturz sowie ein stärker dimensionierter Stabilisator und ein steiferes Fahrschemellager an der Hinterachse entwickelt. Diese Maßnahmen sollen die Agilität des Fahrzeugs bei dynamischer Fahrweise optimieren.

Der S 63 AMG mit Heckantrieb verfügt über das AMG Sportfahrwerk auf Basis der Magic Body Control. (S-Klasse Link) Erkennt der sogenannte Road Surface Scan Unebenheiten mithilfe der Stereokamera, stellt Magic Body Control das Fahrwerk bereits im Vorfeld auf die Situation ein.

Weltpremiere und Markteinführung im September 2013

Seine Weltpremiere feiert der neue S 63 AMG im September 2013 auf der Internationalen Automobil-Ausstellung in Frankfurt/Main; die Markteinführung beginnt ebenfalls im September.

Folgende Modelle stehen zu Wahl:

 

S 63 AMG
Kurzer Radstand
S 63 AMG
Langer Radstand*

S 63 AMG 4MATIC
Langer Radstand

Hubraum

5461 cm3

5461 cm3

5461 cm3

Leistung

430 kW (585 PS)
bei 5500/min

430 kW (585 PS)
bei 5500/min

430 kW (585 PS)
bei 5500/min

Max. Drehmoment

900 Nm

bei 2250-3750/min

900 Nm

bei 2250-3750/min

900 Nm

bei 2250-3750/min

Kraftstoffverbrauch

NEFZ gesamt

10,1 l/100 km

10,1 l/100 km

10,3 l/100 km

CO2-Emission

237 g/km

237 g/km

242 g/km

Effizienzklasse

E

E

F

Leergewicht (nach EG)

1970 kg**

2045 kg***

1995 kg**

2070 kg***

1995 kg**

2070 kg***

Beschleunigung

0-100 km/h

4,4 s

4,4 s

4,0 s

Höchstgeschwindigkeit

250 km/h****

250 km/h****

250 km/h****

* nur als Rechtslenker erhältlich; ** fahrfertiger Zustand (Kraftstoffbehälter zu 90 % gefüllt, ohne Fahrer und Gepäck); *** fahrfertiger Zustand (Kraftstoffbehälter zu 90 % gefüllt, mit Fahrer (68 kg) und Gepäck (7 kg); **** elektronisch begrenzt.

Tipp der Redaktion Automobil- und Motorentechnik:

Lesen Sie zu diesem Thema auch die Berichte zum neuen Mercedes-Benz Flaggschiff: "Die neue S-Klasse: effizient, hybridisiert und mit einem Fahrwerk, das sehen kann" und "Die neue S-Klasse: ohne Glühbirnen, mit Stop&Go-Pilot und Airbag für den Sicherheitsgurt".

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