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01.08.2014 | Automobil + Motoren | Nachricht | Onlineartikel

Beiztandemstraße von Siemens bei Automobilstahl-Erzeuger VAMA

Autor:
Katrin Pudenz

1,5 Millionen Tonnen Kaltband kann die gekoppelte Beiztandemstraße bei Valin Arcelor Mittal Automotive Steel pro Jahr erzeugen. In der ersten Ausbaustufe. Das Kaltwalzwerk ist so konzipiert, das es zu einem späteren Zeitpunkt auf eine Jahresproduktion von zwei Millionen Tonnen erweitert werden kann.

Bei der Valin ArcelorMittal Automotive Steel (VAMA) ist kürzlich eine von Siemens Metals Technologies gelieferte gekoppelte Beiztandemstraße in Betrieb gegangen. Die Straße ist Teil eines neuen Kaltwalzkomplexes in Loudi in der chinesischen Provinz Hunan, der in der ersten Ausbaustufe 1,5 Millionen Tonnen Kaltband pro Jahr erzeugen wird, darunter höchstfeste Stahlgüten für Anwendungen in der Automobilindustrie. Das Kaltwalzwerk ist so konzipiert, das es zu einem späteren Zeitpunkt auf eine Jahresproduktion von zwei Millionen Tonnen erweitert werden kann.

VAMA ist ein Gemeinschaftsunternehmen von ArcelorMittal und den chinesischen Firmen Valin Iron & Steel Group und Hunan Valin Iron & Steel. Die Produktionsanlage in Loudi soll die chinesische Automobilindustrie mit qualitativ hochwertigen Blechen versorgen, wie das deutsche Technologieunternehmen mitteilt. Für die gekoppelte Beiztandemstraße lieferte Siemens die komplette mechanische und elektrische Ausrüstung sowie Nebeneinrichtungen, darunter die Hydraulik- und Pneumatiksysteme und die Sicherheitstechnik. Die Kaltwalz- und die Beizlinie verfügen über ein gemeinsames, durchgängiges Automatisierungssystem aus Basis-(Level 1) und Prozessautomatisierung (Level 2) inklusive spezieller Prozessmodelle. Damit sollen sich eine hohe Verfügbarkeit und Ausbringung bei gleichbleibend hoher Produktqualität erreichen lassen. Die eingesetzten Systeme und Komponenten sind Bestandteile des speziell für Kaltwalzwerke entwickelten Lösungskonzepts Siroll CM. Siemens übernahm auch die Überwachung der Installation und die Inbetriebnahme der Beiztandemstraße.

Die Tandemstraße besteht aus vier Sexto-Gerüsten mit einer installierten Antriebsleistung von 7000 kW pro Gerüst, berichten die deutschen Anlagenbauer. Die maximale Walzkraft liege bei 35.000 kN. Damit können insbesondere hochfeste Stähle innerhalb enger Toleranzen gewalzt werden, wird berichtet. Dabei sorgen laut Angaben Smart-Crown-Walzen und spezielle Aktuatoren und Regelsysteme für die erforderliche Planheit des Fertigproduktes. Erstmals in einer gekoppelten Beiztandemstraße werden C-Block-Gerüste mit integrierter Walzenwechselvorrichtung, Langhubzylinder in Stangenbauweise für die automatische Dickenregelung (Hydraulic Automatic Gauge Control; HAGC), eine Karussellhaspel und ein gefesselter Bandspeicher eingesetzt, berichten die Konstrukteure weiter. Die Eintrittsdicken des Bandes sollen zwischen 1,8 und 6 mm liegen. Die Enddicken betragen 0,5 bis 2,5 mm.

Gewalzt werden Bänder mit Breiten von 900 bis zu 1890 mm. Die maximale Walzgeschwindigkeit erreiche mehr als 1400 m/min. Auf der Anlage soll eine Vielzahl von Stahlgüten verarbeitet werden können, darunter Weichstähle, hochfeste, niedrig legierte Stähle, IF-Stähle, DP, TRIP- und BH-(Bake-hardening-)Güten, bis hin zu höchstfesten Stählen mit einer Zugfestigkeit von 1200 N/mm2.

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