Skip to main content
main-content

16.08.2012 | Automobil + Motoren | Nachricht | Onlineartikel

Wissenschaftler entwickeln Algorithmus zur fehlerlosen Verkehrsüberwachung

Autor:
Katrin Pudenz

Wissenschaftler an der Ohio State Universität haben nun eine Software entwickelt, die Stadtmitarbeitern bei der Identifikation defekter Verkehrszählungsdetektoren helfen soll. Mithilfe dieser Software sollen die Zähler einfach neuprogrammiert werden können, so dass sie wieder exakte Zahlen liefern. Städte zählen den Verkehr, um beispielsweise Ampelschaltungen oder auch Straßenausbesserungsarbeiten planen zu können. Jedoch kommt es vor, dass die in die Straße eingelassenen Metalldetektoren, die die Zählungen vornehmen, fehlerbehaftet sind. Solche Abtaster sind beispielsweise an den Kontaktschwellen vor Ampeln zu finden. Benjamin Coifman, außerordentlicher Professor für Bauwesen, Umwelttechnik und geodätisches Vermessen (Civil, Environmental and Geodetic Engineering) an der US-amerikanischen Ohio State, und Doktorand Ho Lee werden die Software in der Oktober-Ausgabe 2012 des Magazins "Transportation Research Part C: Emerging Technologies" beschreiben.

Für die Studie haben Coifman und Lee 68 dieser in die Straße eingelassener Detektoren überwacht. Dabei identifizierten sie sechs Abtaster, die irrtümlicherweise dazu neigten, Autos in angrenzenden Fahrspuren und somit quasi Fahrzeuge schwarmhaft zu registrieren. Die Fehlerrate spannte sich von einem bis hin zu 52 Prozent.

Um herauszufinden, wie oft ein Detektor massenhaft Autos zählt, obwohl sie gar nicht an der Stelle vorbei kamen, haben sich die Wissenschaftlern zu den entsprechenden Stellen, an denen die Zähler im Boden versenkt waren, begeben und haben die Angaben des Detektors mit dem tatsächlichen Verkehrsaufkommen verglichen. Mithilfe dieser unter realen Bedingungen ermittelten Daten konnten die Wissenschaftler einen Algorithmus konstruieren, der automatisch die Fehlermuster erkennt. In Tests identifizierte die Software vier der sechs fehlerhaften Zähler. Die zwei Detektoren, die die Software nicht identifizieren konnte, hatten eine Fehlerrate kleiner ein Prozent.

Laut Coifman geht derzeit der Trend weg von den Schleifenabtastern vor beispielsweise Ampeln hin zu Radarsensoren. Doch diese sind, wie der Wissenschaftler erläutert, noch eher anfällig für Schwarmzählungen. Diese Detektoren senden ein Signal zu einem Auto und warten, wie lange es dauert, bis es wieder zurück gesendet wird. Der Algorithmus, den die Forscher für die Schleifendetektoren entwickelt haben, sollte auch für die Radardetektoren einsetzbar sein. Jedoch habe Coifman noch nicht die Möglichkeit bekommen, diese Hypothese zu überprüfen.

Premium Partner

BranchenIndex Online

Die B2B-Firmensuche für Industrie und Wirtschaft: Kostenfrei in Firmenprofilen nach Lieferanten, Herstellern, Dienstleistern und Händlern recherchieren.

Zur B2B-Firmensuche

Whitepaper

- ANZEIGE -

Und alles läuft glatt: der variable Federtilger von BorgWarner

Der variable Federtilger von BorgWarner (VSA Variable Spring Absorber) ist in der Lage, Drehschwingungen unterschiedlicher Pegel im laufenden Betrieb effizient zu absorbieren. Dadurch ermöglicht das innovative System extremes „Downspeeding“ und Zylinderabschaltung ebenso wie „Downsizing“ in einem bislang unerreichten Maß. Während es Fahrkomfort und Kraftstoffeffizienz steigert, reduziert es gleichzeitig die Emissionen, indem der VSA unabhängig von der Anzahl der Zylinder und der Motordrehzahl immer exakt den erforderlichen Absorptionsgrad sicherstellt.
Jetzt gratis downloaden!

Sonderveröffentlichung

Bildnachweise