Bosch präsentiert KI-gesteuertes Cockpit
- 07.01.2026
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Auf der CES 2026 stellt Bosch seine neue "AI Extension Platform" vor. Der KI-fähige Hochleistungs-Rechner soll KI-gesteuerte Cockpits ermöglichen.
KI-gesteuertes Cockpit von Bosch
Bosch
Zu den Funktionen des KI-gesteuerten Cockpit von Bosch gehören unter anderem ein mitdenkender KI-Sprachassistent und ein umfassendes Szenenverständnis des Fahrzeuginnenraums. Auch eine präzise Navigation und umfangreiche Entertainment-Optionen sollen an Bord sein. Mit dem neuen KI-gesteuerten Cockpit soll das Auto von morgen zu einem intelligenten, lernenden Partner des Autofahrers werden.
"Bei diesem KI-Cockpit habe ich es mit Algorithmen zu tun, die sehen und hören können", sagte Rückert der dpa in Las Vegas. "Und ich kann mich mit dem System wie mit einer Person unterhalten. Damit wird das Cockpit zu meinem personalisierten Raum. Das ist eine ganz andere Art, Auto zu fahren." Die Bosch-Managerin wollte jedoch noch nicht sagen, bei welchem Autoproduzenten das KI-Cockpit zuerst zum Einsatz kommen wird.
Zusammenarbeit mit Microsoft und Kodiak
Mit der neuen "AI Extension Platform" von Bosch lassen sich auch heutige Fahrzeuge ohne Änderungen an Hardware oder Altsystemarchitektur nachrüsten. Im Kern der Plattform arbeitet der "Nvidia Drive AGX Orin System-on-Chip". Er basiert auf der branchenüblichen "Nvidia Cuda"-Plattform, die es Automobilherstellern ermöglicht, ihre eigenen KI-Modelle und -Agenten zu integrieren.
Gemeinsam mit Microsoft möchte Bosch mit dem KI-Cockpit sogenannte unproduktive Fahrtzeit in produktive Arbeitszeit umwandeln. Das mobile Büro wird durch die Integration von Microsoft Foundry und speziellen Funktionen für das Cockpit ermöglicht. Die Lösung bieten Zugriff auf die Microsoft-365-Produktivitätssuite, ohne die Verkehrssicherheit zu gefährden. Wenn der Fahrer per Sprachbefehl an einem Microsoft-Teams-Anruf teilnimmt, aktiviert das System proaktiv die adaptive Geschwindigkeitsregelung.
Auf der CES kündigte Bosch außerdem eine Kooperation mit dem amerikanischen Start-up Kodiak AI an, mit dem man standardisierte Hard- und Software für fahrerlose Lastwagen entwickeln will. Der "Kodiak Driver" ist ein modulares Hard- und Software-System, das in herkömmliche Lkw integriert werden kann, um sie autonom fahren zu lassen.
Wachstumsmarkt USA
Rückert sagte, Bosch investiere viel in die USA, weil dies ein großer Wachstumsmarkt sei. "Wir sind ein globales Unternehmen und die Beschäftigten in aller Welt profitieren davon, natürlich auch Kollegen und Kolleginnen in Deutschland", sagte die Bosch-Managerin. Sie trat damit Befürchtungen entgegen, die Investitionen in den USA gingen zulasten der Beschäftigung in Deutschland. "Produkte, die wir in Deutschland herstellen, werden in die USA geliefert, genauso wie umgekehrt." Bosch hatte zuletzt Schlagzeilen mit der Ankündigung von Zehntausenden Stellenstreichungen gemacht.
Auf der CES betonte die Bosch-Geschäftsführerin die Bedeutung des Digitalbereiches für den Gesamterfolg des Konzerns. Bis Anfang der nächsten Dekade werde Bosch einem Umsatz von mehr als sechs Milliarden Euro aus Software und digitalen Diensten erzielen. Rund zwei Drittel davon sollen auf die Autozuliefersparte Mobility entfallen.