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30.08.2017 | Automobilelektronik + Software | Nachricht | Onlineartikel

5G Mobility Lab in Aldenhoven eröffnet

Autor:
Christiane Köllner

In Aldenhoven ist das 5G Mobility Lab eröffnet worden. Vodafone hat das Test-Center mit einem frei konfigurierbaren Mobilfunk-Testnetz ausgestattet. Bald sollen Autos hier in 5G-Geschwindigkeit miteinander kommunizieren.

Am Aldenhoven Testing Center (ATC) bei Aachen ist für die Erprobung des neuen 5G-Standards für den Autoverkehr der Zukunft ein neues "Mobility Lab" eröffnet worden. Das unter Federführung von Vodafone errichtete sogenannte "5G Mobility Lab" bietet die Möglichkeit, Anwendungen etwa für vernetzte Fahrzeuge unter Alltagsbedingungen zu testen. Vodafone hat dafür das Test-Center mit einem frei konfigurierbaren Mobilfunknetz der fünften Generation ausgestattet. Schon in naher Zukunft soll das Testnetz 5G mit Geschwindigkeiten von bis zu 10 Gigabit sowie Latenzen von weniger als 10 Millisekunden bringen. Automobilbranche und Wissenschaftler können so variable Mobilfunk-Szenarien im Straßenverkehr testen.

Seit 2009 betreibt die RWTH Aachen mit dem Kreis Düren und der Unterstützung von EU, Bund und Land das Aldenhoven Testing Center. 

FEV-Fahrzeuge kommunizieren miteinander und mit der Cloud

Im Rahmen der Eröffnung des 5G Mobility Labs hat der Aachener Engineering-Dienstleister FEV zwei Konnektivitätslösungen für zukünftige Fahrzeugkonzepte präsentiert:

E-Horizon: Mit dem E-Horizon hat FEV eine selbstadaptierende, serverbasierte Reichweitenvorhersage für Elektrofahrzeuge präsentiert. Das System nutzt Vehicle-to-Cloud-Kommunikation, um Umweltdaten mit Fahrzeugdaten wie Batterieladung, Fahrverhalten und Energieverbrauch zu verbinden. Die Genauigkeit des Systems soll bei unter 50 Metern liegen. Zudem bietet die Cloud-Anbindung auch wichtige Daten für die Betreiber städtischer Infrastruktur, für die die E-Fahrzeuge als mobile Sensoren fungieren.

Car-to-Car-Gefahrenwarnsystem: Daneben hat FEV auch eine Lösung für ein Gefahrenwarnsystem in Aldenhoven vorgestellt: Erkannte Gefahrenstellen – beispielsweise Blitzeis, ungesicherte Unfallstellen oder Straßenschäden – werden mittels Car-to-Car-Kommunikation an Fahrzeuge im Umkreis weitergegeben. Ein intelligenter Algorithmus bewertet dabei die Relevanz eines Ereignisses anhand der derzeitigen Fahrzeugposition und zeigt relevante Nachrichten als Desktop-Benachrichtigung auf dem HMI sowie als Flaggensymbol auf der digitalen Straßenkarte an.

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