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11.04.2019 | Automobilelektronik + Software | Im Fokus | Onlineartikel

Teil 2

Digitale Transformation der Autoindustrie: Strategien

Autor:
Uwe Winkelhake

Die Digitalisierung verändert die Autobranche. Uwe Winkelhake erklärt im zweiten Teil unserer Serie zum digitalen Wandel der Autoindustrie, wie OEMs und Zulieferer eine Digitalisierungs-Roadmap entwickeln können.

Im ersten Teil zum digitalen Wandel der Automobilindustrie beschreibt der Autor, wie der steigende Einfluss der IT zu veränderten Geschäftsprozessen, neuen Akteure auf dem Markt sowie Neuausrichtungen der Unternehmensstrategien führt. Initiativen zur digitalen Transformation sollten als Querschnittsthema beim Geschäftsmodell eines Unternehmens ansetzen und beeinflussen alle wesentlichen Geschäftsprozesse. Insofern ist eine alle Felder umfassende Digitalisierungs-Roadmap nicht isoliert zu behandeln, sondern, wie Bild 2 zeigt, als integraler Bestandteil eines langfristigen unternehmensweiten strategischen Planungsprozesses zu entwickeln. 

Digitalisierungsstrategie als Teil der Unternehmensplanung
 

Das Verständnis der Marktsituation und Kundenanforderungen bilden im ersten Planungsschritt die Basis für die folgende strategische Entscheidung, welche Märkte beziehungsweise Kunden mit welchen Produkten und Lösungen adressiert werden sollen. Die Geschäftsstruktur mit den zugehörigen Prozessen ist dann zur Umsetzung der Strategie möglichst schlank und effizient auszurichten. Aufbauend auf dieser optimierten Struktur ist eine Vision zur Ausrichtung und Zielsetzung der Digitalisierung zu entwickeln. Zur Umsetzung sind Digitalisierungsfelder mit Vorgehensweisen und Roadmaps zu definieren. IT und Unternehmenskultur sind dabei nicht Teil einzelner Planungsschritte, sondern übergreifende Themenfelder, deren Einbezug für die erfolgreiche Transformation und Umsetzung der Digitalisierungs-Roadmap eine Grundvoraussetzung darstellt. 

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Roadmap einer nachhaltigen Digitalisierung

Digitalisierungsinitiativen setzen als Querschnittsthema beim Geschäftsmodell eines Unternehmens an und beeinflussen alle wesentlichen Geschäftsprozesse. Insofern ist eine umfassende Digitalisierungs-Roadmap nicht isoliert zu etablieren, sondern als integraler Bestandteil eines langfristigen unternehmensweiten strategischen Planungsprozesses zu entwickeln.

Ganzheitlicher Rahmen für eine Digitalisierungsstrategie

Deshalb haben alle Hersteller das Thema Digitalisierung mit hoher Priorität als Handlungsfeld aufgegriffen und Zielsetzungen dazu in ihrer Strategie verankert. Statt in Aktionismus zu verfallen, gilt es, einen strukturierten Ansatz zu entwickeln. Eine Empfehlung für ein übergreifendes Zielbild aufbauend auf der in Bild 2 gezeigten Vorgehensweise und unter Beachtung der speziellen Belange der Autoindustrie zeigt Bild 3.

Ausgehend von den in der Unternehmensstrategie festgelegten strategischen Zielen wird das übergeordnete Geschäftsmodell mit effizienten Geschäftsprozessen im Sinne eines Lean Enterprise etabliert. Darin eingebettet sind vier Digitalisierungsfelder, in denen die Initiativen umzusetzen sind. In der Automobilindustrie sind das:

Alle vier Handlungsfelder nutzen die für die Automobilindustrie relevanten genannten digitalen Technologien in übergreifenden Projekten. Diese sind zeitlich geordnet in einer herstellerspezifische, integrierten Roadmap einzuordnen [Win17]. In den folgenden Serienteilen werden beispielhaft einige Referenzen aus den vier Feldern erläutert.

Literaturhinweis: 

Lesen Sie weiter!

  • Der erste Teil unserer Serie führt in die digitale Transformation der Autoindustrie ein.
  • Der dritte Teil unserer Serie zur digitalen Transformation der Autoindustrie beschäftigt sich mit Connected Services.
  • Der vierte Teil unserer Serie zur digitalen Transformation der Autoindustrie handelt von Mobilitätsservices und wie sich OEMs in diesem Bereich positionieren können.
  • Der fünfte Teil unserer Serie zur digitalen Transformation der Autoindustrie beschäftigt sich mit Industrie 4.0 und Multichannel-Vertrieb.

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Die Hintergründe zu diesem Inhalt

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