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20.05.2020 | Automobilproduktion | Nachricht | Onlineartikel

Geringe Kaufbereitschaft führt zu Schonbetrieb der Produktion

Autor:
Patrick Schäfer
1 Min. Lesedauer

Die Produktion der Automobilindustrie fährt derzeit nur langsam hoch, da die Nachfrage aufgrund der Corona-Krise immer noch gering ist. Das berichtet der Marktbeobachter Berylls.

Nach einer neuen Prognose des Marktbeobachters Berylls wird sich der Produktionsausfall in der Automobilindustrie bis Ende Mai weiter erhöhen. "Viele Hersteller beginnen mit einer Art Schonbetrieb, fahren lediglich mit einer Schicht an", sagte Andreas Radics, Geschäftsführender Partner bei Berylls, der Zeitschrift "Auto Motor und Sport". Das sei der mangelnden Kaufbereitschaft geschuldet. "Die gebremste Produktion ist allerdings sinnvoll, denn die Kundennachfrage hat längst noch nicht wieder ihr Vor-Corona-Niveau erreicht, eine für einen durchgängigen Dreischichtbetrieb nötige Kaufbereitschaft der Kunden sehen wir bei den Massenherstellern noch nicht wieder", so Radics.

Beispielsweise habe BMW Ende April zunächst die Motorenwerke wieder hochgefahren, um das internationale Produktionsnetzwerk versorgen zu können. Anschließend liefen die Werke hoch, zuletzt die großen Produktionsstätten in München, Regensburg und Leipzig. Dennoch werde es dauern, bis die Werke wieder voll ausgelastet werden. 

Knapp neun Millionen Fahrzeuge weniger

Das Volkswagen-Werk in Zwicka produzierte demnach anfangs nur 50 Fahrzeuge des neuen Elektroautos ID.3. Im Vergleich zur Zeit vor der Corona-Krise entspreche dies nur einem Drittel der Fertigungskapazität. Der Einbruch der Automobilindustrie liege laut Berryls-Prognose bei 10,6 Prozent gegenüber der ursprünglichen Planung am Jahresanfang. Das seien 8,49 Millionen Fahrzeuge, die nicht gebaut wurden.

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