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08.02.2016 | Automobilproduktion | Editor´s Pick | Onlineartikel

Die Digitalisierung wird die Produktwelt gänzlich umkrempeln

Autor:
Andreas Burkert

 

Der Standort D hängt wie nie zuvor von einer erfolgreichen Digitalisierungsstrategie ab. Da sind sich der Münchner Kreis und die Heinz Nixdorf Stiftung sicher. Nur wie und mit welchen digitalen Produkten? Erste, überraschende Antworten gab es vor kurzem in München.

Die Digitalisierung treibt so manchen Unternehmer erbarmungslos vor sich her. Die Auswirkungen digitaler Technologien auf Produkte sind derart gravierend, dass mittlerweile Wissenschaftler aller Branchen nach geeigneten Handlungsempfehlungen suchen, um den Erfolg im digitalen Zeitalter zu garantieren. Auch die Forscher des Münchner Kreises und der Heinz Nixdorf Stiftung befassen sich seit langem mit dieser Frage. Welche konkreten Auswirkungen digitale Technologien haben, diskutieren sie kürzlich auf der von ihnen in München veranstalteten Fachkonferenz „Neue Produkte in der digitalen Welt – Chancen und Herausforderungen“.

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Die Rolle der IT als Enabler für Digitalisierung

Die Digitalisierung der Wirtschaft und der Gesellschaft lässt sich auch als digitale Revolution bezeichnen – mit ähnlich weitreichenden Auswirkungen wie die industrielle Revolution im 19. Jahrhundert.

Der Konferenz ging ein gemeinsames Forschungsprojekt voraus, in dessen Fokus die spannende und für den Standort Deutschland wesentliche Frage steht, wie sich Produkte in einer digitalen Welt verändern werden und welche Herausforderungen sich hieraus für die betroffenen Branchen ergeben. Die Forschungsarbeiten erfolgen an Hand der Branchen Industrie, Logistik, Gesundheit und Finanzdienstleistungen. Laut den Veranstaltern bilden der Input und die Diskussionen der Fachkonferenz einen zentralen Bestandteil der Studie, die am 29. Juni 2016 im Rahmen einer Abschlussveranstaltung im Heinz Nixdorf MuseumsForum in Paderborn vorgestellt wird.

Welche Produkte sind in einer digitalen Welt erfolgreich?

Einen ersten Eindruck, welche innovativen Produkte für den Standort Deutschland von Bedeutung sind, gab es im Übrigen bereits auf der Fachkonferenz in Vorträgen und in der begleitenden Ausstellung. Es scheint, als bewegen sich die neuen Produkte einer digitalen Welt von morgen auf einem Kontinuum zwischen physischen und rein digitalen Produkten. Sie reichen von herkömmlichen „physischen“ Produkten, die mit digitalen, intelligenten Funktionen angereichert sind (wie vernetzte Medizingeräte) über völlig neuartige „hybride“ Produkte, die ohne Digitalisierung gar nicht möglich wären (Navigationssysteme, Smartphone) zu „rein digitalen“ Produkten ohne physische Anteile, wie eine Suchmaschine oder Facebook.

Während oft nur letztere als „digitale Produkte“ angesehen werden, liegt gerade im Bereich der hybriden Produkte, der „Digicals“, ein hohes Potenzial, wie die Studie zeigt. Unabhängig vom zugrunde liegenden Grad der Digitalisierung lassen sich gemeinsame Merkmale deutlich erkennen: neue Produkte in der digitalen Welt sind insbesondere datenzentriert. Auf der Grundlage neuartiger Datenanalysewerkzeuge („Analytics“) bieten sich völlig neue Anwendungen in Wirtschaft und Gesellschaft. Allerdings ergeben sich dadurch auch neue Anforderungen an Informationssicherheit und Datenschutz.

Was müssen Unternehmen beachten?

Im Rahmen von Impulsvorträgen wurden Beispiele für neue Produkte, Geschäftsmodelle und Strategien vorgestellt und in anschließenden Workshops branchenspezifisch diskutiert. Dabei ist Selbstkannibalisierung, so der Tenor, für Unternehmen eine Möglichkeit, sich in der digitalen Welt zu behaupten und der Kannibalisierung durch Wettbewerber zuvorzukommen. Peter Sany, TM Forum, brachte es auf den Punkt: „Wenn ich mich selbst beiße, kann ich immerhin noch die Bissstärke regulieren. Wenn hingegen Google mich beißt, habe ich darauf keinen Einfluss.“ Unabdingbar sind in Zeiten der Digitalisierung Kooperationen und Coopetition – die Zusammenarbeit bei der Produktentwicklung sollte allerdings nicht allein mit Kunden und branchenfremden Unternehmen angestrebt werden, sondern verstärkt auch mit direkten Wettbewerbern und Start-ups.

Handlungsempfehlungen gibt es um Juni

Nun aber stellen sich die Fragen: Welche neuen Produkte gibt es in der digitalen Welt? Wie können sie eingesetzt werden und welche typischen Eigenschaften besitzen digitale Produkte von morgen? Welche Konsequenzen entstehen daraus für Unternehmen klassischer Branchen? Wie kann das Potenzial neuer Technologien genutzt werden, um den Kundennutzen zu befriedigen? Welche Handlungsempfehlungen lassen sich ableiten, um die Digitalisierung als Chance für den Standort Deutschland zu nutzen?

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