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Die Deutschen wünschen sich sparsamere und kleinere Autos

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Viele Menschen befürchten, dass sie sich in Zukunft kein Auto mehr leisten können. Daher wünschen sich viele sparsamere und kleinere Autos – und von der Politik eine Spritpreisbremse und niedrigere Steuern. 

Rund 60 % der Deutschen wünschen sich von den Herstellerfirmen sparsamere Autos.


Mit den deutlich gestiegenen Kosten für das eigene Fahrzeug hat sich das Risiko einer mobilen Ausgrenzung vergrößert. Nach den Ergebnissen des Autobarometers 2023 "Cars: Whatever it takes?" von Consors Finanz BNP Paribas befürchten über 60 % der Befragten, dass sie sich in Zukunft kein Auto mehr leisten können. Aus Sicht der Bürger sollten hier Politik und Herstellerfirmen intervenieren, um dieser sozial-gesellschaftlichen Entwicklung mit geeigneten Initiativen entgegenzusteuern. Für die Verbraucherstudie wurden im Sommer 2022 über 16.600 Personen im Alter zwischen 18 und 65 Jahren in 18 Ländern befragt.

Verbrauch und Kosten runter

So sieht die Mehrheit (61 % Deutschland und 64 % weltweit) die Herstellerfirmen in der Pflicht, verbrauchsärmere Autos zu entwickeln, um die Kosten einzudämmen. Dass mehr kleinere und leichtere Fahrzeuge auf den Markt kommen, halten 40 % der Deutschen und 32 % weltweit für ein bewährtes Mittel. Rund ein Viertel sieht laut Umfrage außerdem in niedrigeren Vertriebskosten eine Möglichkeit, die Anschaffungskosten zu drücken – indem etwa der Onlineverkauf ausgeweitet wird.

Etwa die Hälfte der Autofahrer in Deutschland als auch weltweit sieht der Umfrage zufolge in einer staatlichen Spritpreisbremse ein probates Mittel, um einer mobilen Ausgrenzung entgegenzuwirken. 34 beziehungsweise 38 % (Deutschland/weltweit) halten zudem niedrigere Steuern auf Pkw für erforderlich. 23 % der Befragten sehen in einem weiteren Ausbau des öffentlichen Personenverkehrs eine Lösung gegen steigende Autokosten.

E-Auto-Preis wird entscheidender Faktor 

Aus Sicht von Bernd Brauer, Head of Mobility bei Consors Finanz BNP Paribas, soll künftig der E-Auto-Preis ein entscheidender Faktor sein, wenn es um eine mögliche mobile Ausgrenzung geht. "Hier sind aktuell vor allem die Herstellerfirmen gefragt, erschwinglichere Modelle, insbesondere E-Kleinwagen, auf den Markt zu bringen." Erste Entwicklungen in diese Richtung seien bereits zu beobachten. "Diese werden aber vor allem von asiatischen Herstellerfirmen angestoßen. Europäische Anbieterfirmen scheinen an Einfluss einzubüßen." Händler müssten sich daher breit aufstellen. Brauer: "Es ist wichtig, sowohl ein umfassendes E-Marken-Portfolio anbieten zu können als auch alle denkbaren Dienstleistungen um die Elektromobilität - von der Wallboxinstallation bis zur Förderberatung." 

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