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22.03.2018 | Automobilproduktion | Infografik | Onlineartikel

Brexit kommt Autobranche teuer zu stehen

Autor:
Christiane Köllner

Eine aktuelle Analyse beziffert die direkten Kosten des Brexits auf 69 Milliarden Euro pro Jahr für Unternehmen in der EU27 und UK. Am stärksten sind die Finanz- sowie die Autobranche betroffen.

Die direkten Kosten des Brexit werden sich für Unternehmen in der EU27 auf 37 Milliarden Euro und für Unternehmen im Vereinigten Königreich (UK) auf 32 Milliarden Euro belaufen – auch nachdem erste Schritte zur Kostensenkung unternommen wurden. Das zeigt eine gemeinsame Analyse der Strategieberatung Oliver Wyman und der Anwaltssozietät Clifford Chance. Für die Analyse wurden die Auswirkungen von Zöllen und regulatorischen Barrieren berechnet, falls die EU27 und die UK zu einer Handelsbeziehung nach Regeln der Welthandelsorganisation (WTO) zurückkehren. 

Autobranche: zusätzliche Kosten von über drei Milliarden Euro

Die direkten Kosten des Brexit seien laut Analyse in Deutschland auf fünf Branchen konzentriert: Automobil, Chemie, sonstige Fertigung, Lebensmittel/Getränke und Konsumgüter sollen mit sieben Milliarden Euro 80 Prozent der anfallenden Kosten tragen. Am stärksten werde in Deutschland die Automobilbranche mit zusätzlichen Kosten von über drei Milliarden Euro betroffen sein. In UK soll allein die Finanzdienstleistungsbranche ein Drittel der direkten Kosten tragen müssen. 

Aufgrund der regionalen Wirtschaftsstruktur in Deutschland seien die Auswirkungen des Brexit besonders in Bayern, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Niedersachsen spürbar. Dort sind die meisten Automobil- und Fertigungsunternehmen ansässig. Die Unternehmen in den vier Bundesländern müssten 70 Prozent der direkten auf Deutschland entfallenden Kosten des Brexits schultern. 

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