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08.02.2024 | Automobilwirtschaft | Infografik | Online-Artikel

Diese OEM liegen beim BEV-Absatz vorne

verfasst von: Christiane Köllner

3 Min. Lesedauer

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Tesla hat 2023 die meisten BEVs abgesetzt, dicht gefolgt von Fast-Follower BYD und der VW Group. In den Top-6 der absatzstärksten E-Autobauer befinden sich vier chinesische Hersteller. 

Mehr als 80 % des globalen Absatzes vollelektrischer Automobile (BEV) im Jahr 2023 entfällt auf zehn Automobilhersteller, wie aus der Studie "Globale Absatztrends der Elektromobilität" des Center of Automotive Management (CAM) im Rahmen des "Electromobility Report" hervorgeht. Allerdings sind die drei größten Automobilhersteller Tesla, BYD und VW Group zusammen bereits für knapp die Hälfte (46 %) aller Neuzulassungen verantwortlich. 

Tesla hat der Studie zufolge als globaler Marktführer seine Auslieferungen von 1,31 im Jahr 2022 auf 1,81 Mio. BEVs (+38 %) im Jahr 2023 gesteigert. Jedoch gerate der Elektropionier zunehmend unter Druck, so das CAM, da BYD seinen Wachstumskurs mit einer Steigerung von 73 % auf 1,58 Mio. BEVs fortsetze. Hinzu kämen noch einmal knapp 1,44 Mio. PHEVs, sodass BYD als erster Automobilhersteller weltweit den Meilenstein von 3 Mio. verkauften elektrifizierten Fahrzeugen innerhalb eines Jahres durchbreche. Den Großteil seiner Absätze (92 %) realisiere der Konzern noch immer auf dem chinesischen Heimatmarkt, so das CAM, allerdings hätten sich die Exporte in andere Länder im Vergleich zu 2022 bereits mehr als verdreifacht. Es sei davon auszugehen, dass BYD seine Internationalisierungsstrategie in Europa, Südamerika sowie weiteren Märkten auch im Jahr 2024, unter anderem mittels aggressiver Preispolitik, durchsetzen und Tesla bei den BEV-Auslieferungen perspektivisch überholen werde.

BYD, SAIC, Geely und GAC in den Top-6

Mit dem Volkswagen-Konzern schafft es erstmals ein deutscher Automobilhersteller in die Top 3 der BEV-Rangliste. Die VW Group habe den Elektroabsatz leicht überdurchschnittlich zum Gesamtmarkt um 35 % auf rund 770 Tsd. Einheiten erhöhen können. Damit zieht der Konzern am chinesischen SAIC-Konzern vorbei, der inklusive seiner Mehrheitsbeteiligung am SAIC-GM-Wuling Joint-Venture auf rund 700.000 BEVs (+4 %) kommen dürfte, so die Analysten. Der Abstand von VW zu den Top-Performern Tesla und BYD werde jedoch größer, was auch an dem nur leicht gestiegenen BEV-Verkaufsanteil auf 8,3 % (2022: 6,9 %) liege. International kämen mit SAIC (inklusive SGMW), Geely und GAC weitere chinesische Automobilkonzerne in die Top-6 nach BEV-Neuzulassungen im Jahr 2023.

"China und chinesische OEMs dominieren neben Tesla bereits heute den Weltmarkt. In den Top-6 der absatzstärksten Elektroautohersteller befinden sich mit BYD, SAIC, Geely und GAC vier chinesische Hersteller. Vor allem BYD und Tesla profitieren immer mehr von Skaleneffekten und ihrer im Wettbewerbsvergleich sehr guten Kostenposition. Die Reduzierung der Kosten entlang der elektromobilen Wertschöpfungskette wird ein wichtiger Erfolgsfaktor für die Hersteller, da für das Jahr 2024 mit einer Intensivierung des Preiskampfes gerechnet werden muss", so Stefan Bratzel, Studienleiter sowie Gründer und Direktor des CAM. Dies sei gerade für die deutschen Hersteller eine große Herausforderung bei der Ausweitung ihres Produktportfolios.

Neuer Rekord beim BEV-Absatz

Der BEV-Absatz hat laut CAM im Gesamtjahr 2023 trotz hoher Inflation, schwacher Konjunktur und geopolitischer Krisen einen neuen Rekordwert erreicht. Nach Schätzungen des CAM wurden rund 9 Mio. BEVs (circa 10 Mio. BEVs inkl. leichte Nfz.) abgesetzt, was im Vergleich zum Vorjahr einer Steigerungsrate von +29 % entspreche. International bleibe China mit 5,1 Mio. BEVs (+21 %) und mit einem Weltmarktanteil von 57 % mit Abstand der größte Elektrofahrzeugmarkt, gefolgt von Europa mit 2 Mio. BEVs (+27 %) und den USA mit rund 1,2 Mio. BEVs (+50 %), so die Analysten. Für 2024 rechnet das CAM mit einem weltweiten Elektro-Absatz von rund 11 Mio. Pkw. Dieser soll weiterhin maßgeblich durch den chinesischen Markt und chinesische OEMs getrieben sein.

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