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02.02.2024 | Automobilwirtschaft | Infografik | Online-Artikel

Neuwagen stießen 2023 im Schnitt mehr CO2 aus

verfasst von: dpa, Christiane Köllner

2 Min. Lesedauer

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Neuwagen haben im vergangenen Jahr im Schnitt mehr CO2 ausgestoßen. Dafür gibt es einen wesentlichen Grund. 

Die durchschnittlichen CO2-Emissionen bei neu zugelassenen Autos sind im vergangenen Jahr gestiegen. Jeder neue Pkw stieß 2023 im Schnitt knapp 115 Gramm CO2 pro Kilometer aus, wie aus aktuellen Daten des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) hervorgeht. Das waren fast 5 % mehr als im Jahr davor. Auffällig ist vor allem die Steigerung im Monat Dezember. Um rund 40 % stiegen die durchschnittlichen CO2-Emissionen pro Fahrzeug im Vergleich zum Vorjahr.

E-Auto-Kaufprämie beeinflusst CO2-Emissionen

Grund dafür dürfte vor allem sein, dass im Januar 2023 die Kaufprämie für Elektroautos reduziert wurde. Viele Käuferinnen und Käufer hatten deshalb noch im Dezember 2022 zugeschlagen, um die volle Prämie zu erhalten. Im vergangenen Dezember fiel dieser Vorzieheffekt weg. Die Prämie wurde aufgrund der Haushalts-Neuaufstellung kurzfristig vollständig gekippt. Der Anteil reiner Elektroautos (BEV) an den Neuzulassungen fiel deutlich geringer aus.

Insgesamt wurden laut KBA im vergangenen Jahr mehr als 524.000 batterieelektrische Pkw neu zugelassen. Das waren 11,4 % mehr als 2022. Der BEV-Anteil an allen Neuzulassungen betrug demnach 18,4 %. Auch das ist eine Steigerung im Vergleich zum Vorjahr: 2022 betrug der BEV-Anteil noch 17,7 %.

Doch auch größere Fahrzeuge und weniger Hybride könnten für mehr CO2-Emissionen gesorgt haben. Zum einen sind die Neuzulassungen der Plug-in-Hybride (-52 %) nach dem Auslaufen der Förderung so deutlich eingebrochen, dass auch der Zuwachs bei den BEVs diese Entwicklung nicht vollständig ausgleichen konnte. Zum anderen haben Oberklasse-Pkw (+12,9 %) und Sportwagen (+12,7 %), die mehr CO2 als Kleinwagen ausstoßen, einen überdurchschnittlichen Zulassungsanstieg verzeichnet.

Gestrichene Elektro-Förderung führt zu Mindereinnahmen

Die abrupte Streichung der Elektroauto-Förderung könnte für den Staat einer Studie zufolge weit weniger Einsparungen bringen als erwartet. Es besteht das Risiko eines erheblichen Absatzrückgangs bei den E-Autos, wie der regelmäßige CAR-Auto-Report zum Neuwagenmarkt zeigt.

Bei einem gleichbleibenden Absatz von E-Autos an Privatleute könnten 510 Millionen Euro eingespart werden, heißt es in der veröffentlichten Studie. Doch schon bei einem Absatzrückgang um 10 % schmelze die Einsparung auf 350 Millionen Euro, weil auch entgangene Mehrwertsteuer-Einnahmen gegengerechnet werden müssten.

Kommt es hingegen zu einem Einbruch der Auto-Verkäufe um 42 % wie beim Förderstopp für die gewerblichen Kunden, überstiegen die Mindereinnahmen bei der Umsatzsteuer die eingesparte Fördersumme um rund 176 Millionen Euro – für den Staat demnach ein Verlustgeschäft. Ein Nullsummenspiel ergebe sich, wenn 32 % weniger E-Autos verkauft würden als 2023.

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