Bosch-Chef fordert Technologieoffenheit
- 12.06.2024
- Automobilwirtschaft
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Nach der Europawahl haben sich die Kräfteverhältnisse in Brüssel verschoben. Das wird auch Auswirkungen auf die Vorschriften für die Automobilindustrie haben.
Stefan Hartung, Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH
Robert Bosch GmbH
Die europäische Politik müsse eine "technologieoffene, zielklare Richtung" vorgeben, damit im Verkehrssektor die CO2-Emissionen auf null gebracht werden, verlangte Stefan Hartung, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH, vor Journalisten in Frankfurt. In der vergangenen Woche war das Europaparlament neu gewählt worden. Dabei haben die grünen Parteien Stimmen verloren, die rechten Gruppierungen hingegen deutlich zugelegt. Die neuen Machtverhältnisse könnten dazu führen, dass das Aus für klassische Verbrennungsmotoren noch einmal überprüft wird.
Für Hartung, der seit Januar 2022 den größten Automobilzulieferer Deutschlands führt, gelingt der emissionsfreie Verkehr nur, wenn alle Kräfte mobilisiert und alle Technologien kombiniert werden. "Ich kann nicht sagen, welche Technologie sich durchsetzt", sagte Hartung, aber es werde "noch sehr lange Verbrennungsmotoren" geben. Am Ende treffe der Kunde die Entscheidung über die Technologie.
Hartung bleibt für deutsche Autoindustrie optimistisch
Bosch investiert deshalb nicht nur in den Ausbau der Elektromobilität, sondern auch in den Verbrennungsmotor, der mit Wasserstoff oder alternativen Kraftstoffen betrieben wird. Insbesondere Restkraftstoffe, die aus Abfällen hergestellt werden, und Biokraftstoffe, die aus Pflanzen produziert werden, hält Hartung für eine gute Lösung. Skeptischer ist der Bosch-Chef gegenüber E-Fuels. Dort sieht er Probleme in der Skalierung.
Trotz der großen Herausforderungen bleibt Hartung für die deutsche Automobilindustrie optimistisch. Die deutsche Automobilindustrie sei durch ihre "interne Konkurrenz" stark geworden und werde stark bleiben, so Hartung.