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08.02.2022 | Automobilwirtschaft | In eigener Sache | Online-Artikel

In eigener Sache

"Der größte Hebel für mehr Nachhaltigkeit ist Technologieoffenheit"

2 Min. Lesedauer
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Autor: Redaktion ATZ | MTZ

Prof. Dr. Lutz Eckstein, Lehrstuhlinhaber und Leiter des Instituts für Kraftfahrzeuge der RWTH Aachen, ist Jury-Mitglied beim Sustainability Award in Automotive 2022. In diesem Kurzinterview schildert er seine Gedanken zur Nachhaltigkeit im Mobilitätssektor. 

ATZ|MTZ: Herr Eckstein, warum ist das Thema Nachhaltigkeit so wichtig in der Automobil- und Mobility-Industrie?

Lutz Eckstein: Nachhaltige Mobilität bedeutet zum einen, dass wir Fahrzeuge, Komponenten und Werkstoffe klimaschonend und umweltgerecht produzieren und mit nachhaltig erzeugten Energieträgern betreiben und rezyklieren. Nachhaltigkeit bedeutet gleichzeitig, dass wir Lösungen und Alternativen schaffen, die allen Teile der Gesellschaft bezahlbare Mobilität ermöglichen. Schließlich haben mittelfristig nur solche Mobilitätsbausteine Bestand, die ökonomisch sowohl auf der betriebswirtschaftlichen, als auch volkswirtschaftlichen Ebene funktionieren. 

Was sind in Ihren Augen die größten Hebel und Chancen für mehr Nachhaltigkeit in der Automobil-Industrie?

Der größte Hebel liegt in einer faktenbasierten, von ideologisch geprägten Mechanismen befreiten Orchestrierung klimaschonender Technologien. In einem Wort: Technologieoffenheit. Die größte Chance liegt in einer globalen und sektorübergreifenden Betrachtung von Mobilität und Energieversorgung, auf deren Grundlage belastbare, tatsächlich klimaschonende Rahmenbedingungen und Lösungen etabliert werden. 

Was erwarten Sie vom diesjährigen Sustainability Award? 

Ich freue mich auf zahlreiche überzeugende Vorschläge und eine Prämierung von nachweislich nachhaltigen Technologien.  

Zur Person

Prof. Dr. Lutz Eckstein ist seit 2010 Lehrstuhlinhaber und Leiter des Instituts für Kraftfahrzeuge der RWTH Aachen. Nach dem Studium des Maschinenbaus an der Universität Stuttgart und der Promotion war er bei der Daimler AG für die Aktive Sicherheit von Fahrerassistenzsystemen verantwortlich. 2005 wurde Herr Eckstein von BMW damit betraut, das Anzeige-Bedienkonzept neu auszurichten.

Seine Forschung ist der Steigerung der Verkehrssicherheit sowie der Nachhaltigkeit zukünftiger Mobilität gewidmet. Mit seinem Institut gestaltet Lutz Eckstein in interdisziplinären Kooperationen innovative Fahrzeugkonzepte und Mobilitätsbausteine, die durch Digitalisierung, Vernetzung und Automatisierung überhaupt erst möglich werden.

Als Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats beim Bundesminister für Digitales und Verkehr sowie als Vorsitzender der VDI-Gesellschaft Fahrzeug- und Verkehrstechnik engagiert sich Prof. Eckstein für eine nutzerzentrierte Gestaltung nachhaltiger Mobilitätsbausteine.

Alle Informationen... 

... zum Sustainability Award in Automotive 2022 finden Sie auf unserer Awardseite und auf der Webseite von Arthur D. Little

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