Skip to main content
main-content

25.02.2021 | Automobilwirtschaft | Infografik | Onlineartikel

Tesla ist international führend bei Online-Autoverkäufen

Autor:
Christiane Köllner
2:30 Min. Lesedauer

Beim Online-Vertrieb von Neufahrzeugen hat Tesla die Nase vorn. Der US-Elektroautobauer schneidet bei Präsenz und Performance in den Märkten China, USA und Europa im Vergleich mit anderen OEMs am besten ab.

Der Elektrowagenhersteller Tesla sticht durch gut ausgearbeitete Online-Sales-Angebote und durch Präsenz in allen Märkten gegenüber anderen OEMs heraus. Das hat das Beratungsunternehmen BearingPoint in einer Studie herausgefunden, die die Online-Angebote führender Automobilhersteller in den USA, China und Europa und deren Online-Vertriebsbereitschaft in den jeweiligen Märkten analysiert und bewertet. Deutsche Hersteller seien aktuell nur punktuell in Fokusmärkten präsent und könnten ihre Shops im Vergleich zu Tesla noch weiter optimieren.

Online-Shops sind für OEMs überlebenswichtig

"Die Automobilhersteller können sich nicht mehr allein auf den guten Ruf ihrer Marke verlassen, um ihre Fahrzeuge zu verkaufen. Sie müssen dort sein, wo ihre Kunden sind, um deren Bedürfnisse und Vorlieben zu verstehen. Online-Sales wird immer wichtiger, wie Tesla eindrucksvoll zeigt", so Christoph Landgrebe, Partner bei BearingPoint. Gründe für die wachsende Bedeutung von Online-Autoverkäufen sind laut Studie veränderte Kundenanforderungen und Kaufpräferenzen sowie die temporäre Schließung physischer Verkaufsstellen aufgrund der Corona-Krise

Tesla betreibt als einziger Hersteller in allen bewerteten Märkten Online-Shops, darunter auch in Spanien und Italien. Tesla sei nicht nur überall vertreten, der Hersteller von Elektroautos schneide auch in allen analysierten Märkten am besten ab, unterstreicht die Studie. Tesla sei "mit seinem Verkaufsmodell erfolgreich, weil der US-Hersteller verstanden habe, die Kundenerwartungen zu erfüllen und dort zu sein, wo die Kunden sind. Und das sei heutzutage online", so die Berater.

US-Markt wird von den OEMs kaum bedient 

Laut Studie gibt es in China und Großbritannien eine große Anzahl von Online-Shop-Angeboten mit hoher Servicereife. 11 der 13 untersuchten Hersteller in China betrieben zum Zeitpunkt der Untersuchung einen Online-Shop. Hiermit rangiere China vor UK (8) auf den Spitzenplätzen bezüglich der verfügbaren Anzahl an Online-Shops.

In den USA liege die Anzahl der Online-Shops für Neuwagen bei vier Shops. Deutschland biete mit ebenfalls vier Online-Shops nur ein durchschnittliches Angebot, allerdings in letzter Zeit mit steigender Tendenz, so die Studie. Frankreich (mit zwei Online-Shops) sowie Italien und Spanien (jeweils nur ein Online-Shop) sind hier Schlusslichter. Das liege laut BearingPoint daran, dass die OEMs diese nicht als Märkte mit hoher Online-Verkaufsreife ansehen.

Deutsche Hersteller müssen Customer Journey optimieren

In den Spitzenplätzen der untersuchten Regionen sind die deutschen Hersteller aktuell noch unterrepräsentiert. Dies habe mehrere Gründe, so die Studie. Aktuell bedienten sie ihre Kunden nur in wenigen der untersuchten Märkte über Online-Shops. Am stärksten vertreten seien sie in China, Großbritannien und Deutschland. Zudem wiesen die Shop-Angebote der deutschen Hersteller im Vergleich zu Tesla Optimierungspotenziale in diversen Phasen der Customer Journey auf. Hierzu gehören unter anderem die angebotenen Bezahlmethoden, das Angebot von VR/AR-Funktionen oder die verfügbaren persönlichen Beratungsmöglichkeiten.

Laut BearingPoint korreliere der Reifegrad von Online-Shops nicht mit dem Segment, in dem der OEM aktiv ist. Die Studie ergab, dass sowohl Volumen- als auch Premiumhersteller Online-Shops von hoher Qualität anbieten.

Weiterführende Themen

Die Hintergründe zu diesem Inhalt

Premium Partner

    Bildnachweise