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Über dieses Buch

Gegenstand dieser Open Access Publikation sind die Auswirkungen automatisierter und vernetzter Fahrzeuge auf die Europäische Stadt sowie die Voraussetzungen, unter denen diese Technologie einen positiven Beitrag zur Stadtentwicklung leisten kann. Dabei vertreten die Autorinnen und Autoren zwei Thesen, die im wissenschaftlichen Diskurs bislang wenig Beachtung fanden:

Automatisierte und vernetzte Fahrzeuge werden sich für lange Zeit nicht in allen Teilräumen der Stadt durchsetzen. Dies hat zur Folge, dass bislang angenommene Wirkungen - von der Verkehrssicherheit bis zur Verkehrsleistung sowie räumliche Effekte - neu bewertet werden müssen.

Um einen positiven Beitrag dieser Technologie zur Mobilität der Zukunft sicherzustellen, müssen verkehrs- und siedlungspolitische Regulationen weiterentwickelt werden. Etablierte territoriale, institutionelle und organisatorische Grenzen sind zeitnah zu hinterfragen.

Trotz oder wegen der bestehenden großen Unsicherheiten befinden wir uns am Beginn einer Phase des Gestaltens - in der Technologieentwicklung, aber eben auch in der Politik, Stadtplanung, Verwaltung und der Zivilgesellschaft.

Die Autorinnen und Autoren

Ein interdisziplinäres Team an der Fakultät für Architektur und Raumplanung der TU Wien hat die vorliegenden Forschungsergebnisse gemeinsam erarbeitet. Das Projekt wurde als Ladenburger Kolleg von der Daimler und Benz Stiftung gefördert.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Open Access

Kapitel 1. Automatisierter und vernetzter Verkehr

Was kommt da auf uns zu?
Zusammenfassung
Spätestens seit der Jahrtausendwende wird deutlich, dass Städte in Europa vor einer zunehmenden Zahl an intensiver werdenden Herausforderungen stehen. Die zwei großen globalen Treiber, die auch den gesellschaftlichen Wandel in Europa bestimmen, sind der Klimawandel sowie die globale technologische Entwicklung. Sie machen es notwendig, sich erneut grundsätzlichen Fragen zur Stadtentwicklung zu stellen.
Mathias Mitteregger, Emilia M. Bruck, Aggelos Soteropoulos, Andrea Stickler, Martin Berger, Jens S. Dangschat, Rudolf Scheuvens, Ian Banerjee

Open Access

Kapitel 2. Fragestellung und Zugang

Zeitlich Naheliegende Wirkungen Automatisierter und Vernetzter Fahrzeuge In Der Europäischen Stadt
Zusammenfassung
Das Forschungsprojekt „AVENUE21 – Automatisierter und vernetzter Verkehr: Entwicklungen des urbanen Europa“ hat zum Ziel, die zeitlich naheliegenden Auswirkungen des avV auf die Europäische Stadt zusammenzutragen und hinsichtlich ihrer positiven und negativen Potenziale zu reflektieren. Durch den Perspektivenwechsel weg von den technischen Möglichkeiten und deren Implementationswahrscheinlichkeiten hin zu den Auswirkungen auf die politisch-planerische Steuerung, die städtebaulichen Folgen und die Stadtgesellschaft selbst wird die Aufmerksamkeit auf einen bis dahin wenig resp. oftmals nur selektiv betrachteten Bereich gelenkt. Wie die vielen Diskussionen unter WissenschaftlerInnen, insbesondere aber auch unter „urban stakeholders“ während der Projektlaufzeit gezeigt hat, werden diese Perspektivenwechsel von jenen, die sich mit der Akzeptanz der neuen technischen Systeme und deren steuernde Umsetzung befassen, als dringend notwendig angesehen.
Mathias Mitteregger, Emilia M. Bruck, Aggelos Soteropoulos, Andrea Stickler, Martin Berger, Jens S. Dangschat, Rudolf Scheuvens, Ian Banerjee

Open Access

Kapitel 3. Ausgangslage

der Wandel der Europäischen Stadt am Weg zur neuen Mobilität
Zusammenfassung
Die moderne Gesellschaft befindet sich in einem raschen, intensiven und umfassenden Wandel. Der erste wesentliche Grund liegt in der zunehmenden Dynamik der Globalisierung, die insbesondere die Handelsbeziehungen, die Finanzkapitalmärkte und damit den ökonomischen Wettbewerb zwischen Nationalstaaten forciert, aber auch den kulturellen Austausch ausweitet. Eine wesentliche technische Voraussetzung hierfür bildet die globale Kommunikation im Internet 2.0 (s. Kap. 3.1.1).
Mathias Mitteregger, Emilia M. Bruck, Aggelos Soteropoulos, Andrea Stickler, Martin Berger, Jens S. Dangschat, Rudolf Scheuvens, Ian Banerjee

Open Access

Kapitel 4. Automatisierter und vernetzter Verkehr im Langen Level 4

Siedlungsentwicklung, Verkehrspolitik und Planung während der Übergangszeit
Zusammenfassung
Automatisierung und Vernetzung sind die entscheidenden Treiber des Wandels des Verkehrssystems, allerdings zwei grundsätzlich verschiedene Trends, die nicht zwingend miteinander verbunden sind (Perret et al. 2017, S. 6). Ihre faktische Gleichzeitigkeit und parallele Entwicklung wird allerdings immer stärker betont: Während frühere Forschungsarbeiten noch häufig vom autonomen Fahren oder autonomen Fahrzeugen gesprochen haben, findet sich in neueren Beiträgen verstärkt der Begriff „automatisiertes und vernetztes Fahrzeug“: Even though automated vehicles do not necessarily need to be connected and connected vehicles do not require automation, it is expected that in the medium term connectivity will be a major enabler for automated vehicles“ (Europäische Kommission 2018, S. 4).
Mathias Mitteregger, Emilia M. Bruck, Aggelos Soteropoulos, Andrea Stickler, Martin Berger, Jens S. Dangschat, Rudolf Scheuvens, Ian Banerjee

Open Access

Kapitel 5. Szenarien

lokale Gestaltbarkeit der Übergangszeit
Zusammenfassung
Szenarien ermöglichen einen Entwurf vielschichtiger Bilder über eine mögliche wirtschaftliche, technische, soziale und politisch-planerische Zukunft. Ausgehend von einer Ist-Analyse zeigen sie, quantitativ oder normativ-narrativ (Kosow et al. 2008, S. 52–55), Wege oftmals idealtypisch auf, die in der Regel von unterschiedlichen Interessen, Zielsetzungen und Interventionen gekennzeichnet sind (Schulz-Montag & Müller-Stoffels 2006, Wilms 2006, Heinecke 2012, Fagnant & Kockelman 2014b).
Mathias Mitteregger, Emilia M. Bruck, Aggelos Soteropoulos, Andrea Stickler, Martin Berger, Jens S. Dangschat, Rudolf Scheuvens, Ian Banerjee

Open Access

Kapitel 6. Handlungsfelder

Gestaltung der Verkehrswende mit automatisierten und vernetzten Fahrzeugen
Zusammenfassung
Fahrzeug- und umfeldbezogene Technologien, die Voraussetzungen für das Betreiben eines automatisierten und vernetzten Straßenverkehrs sind, werden kunftig langsamer als ürsprunglich angenommen schrittweise weiterentwickelt werden. Auch wenn es über die Dynamik der technologischen Entwicklung, die kunftige Akzeptanz durch die BurgerInnen, die Fortschritte der Marktdurchdringung und die Umsetzbarkeit in schwierigen, weil vielfältig genutzten Straßenräumen bislang keine Erfahrungswerte gibt, müssen bereits heute die politisch-planerischen Weichenstellungen getroffen werden, um die notwendige Verkehrs- und Mobilitätswende einzuleiten und zu starken sowie eine nachhaltige Verkehrs- und Stadt(teil)entwicklung voranzutreiben. In der Debatte uber die kunftige Mobilitat wird dem avV eine positive Bedeutung beigemessen.
Mathias Mitteregger, Emilia M. Bruck, Aggelos Soteropoulos, Andrea Stickler, Martin Berger, Jens S. Dangschat, Rudolf Scheuvens, Ian Banerjee

Backmatter

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