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17.11.2014 | Bank-IT | Im Fokus | Onlineartikel

Banken kommen bei Bezahllösungen in Bewegung

Autor:
Eva-Susanne Krah

Der Innovationsdruck bei Geldinstituten steigt. Die Entwicklung eines neuen Online-Bezahldienstes ist laut DZ Bank für 2015 in der Pipeline. Doch erst will man sorgfältig alle Optionen prüfen.

Banken müssen mit ihren Innovationen den Spagat zwischen neuen Kundenanforderungen, wachsender Regulatorik und Wettbewerb durch neue Anbieter meistern. Die Geldinstitute wollen auf Marktattacken wie die von Apple, die derzeit noch auf die USA beschränkt sind, mit eigenen Lösungen in Kooperation mit Kreditkartenunternehmen und dem Handel reagieren. Doch neue Zahlverfahren müssten bei den Banken sozusagen auf Anhieb sitzen, weiß Gregor Roth, Bereichsleiter Zahlungsverkehr der DZ Bank, bei einer Veranstaltung der Bank in Frankfurt, denn: "Banken haben im Gegensatz zu Fintechs keine zweite Chance". Marktreife Anwendungen wie Apple Pay erkennt Roth an, weil sie "technisch sehr gut funktionieren". Für Kooperationen sei man offen. Derzeit suche das Institut das Gespräch mit Anbietern wie Apple und Mastercard. Bankkonten sieht er in Zukunft als eine reine Infrastruktur, die als Zugangsmedium für verschiedene Dienste genutzt werden. "Was wir entwickeln, geht erstmal in Richtung Bezahlverfahren", sagte Roth.

Zahlungs-Know-how liegt bei den Banken

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Oliver Lücke, Commodity Manager für den bargeldlosen Zahlungsverkehr (NCT) bei BP Europe, machte in Hinblick auf die weitere Entwicklung von Zahlungsanwendungen im Handel, beispielsweise für die Tankstellen im eigenen Konzern, deutlich, dass das Know-how hier weiterhin bei den Geldhäusern liegen soll: "Wir wollen als Händler nicht in die Fußstapfen von Banken treten, wir wollen keine Bank sein, sondern wir sind Akzeptanten." Das Unternehmen kann über 50 Prozent seiner Zahlungstransaktionen über Kartenzahlungen verbuchen, über 90 Prozent davon entfallen nach Lückes Angaben auf Visa und Mastercard.

Spezialplattformen wachsen weiter

Ein weiterer Trend: Banken werden künftig stärker als bisher mit elektronischen Spezialplattformen für den Zahlungsverkehr oder für Crowdfinanzierungen, aber auch bei E-Invoicing und anderen digitalen Abrechnungsdienstleistern kooperieren, die in der Cloud operieren, um ihre Prozesse zu optimieren. Private Equity-Finanzierer wie Earlybird sehen, dass es gerade bei den neuen Finanzmarktplätzen ein großes Bedürfnis gebe, "solchen Plattformen ihr Geld anzuvertrauen", meint beispielsweise Dr. Christian Nagel, Partner bei Earlybird Venture Capital, die unter anderem Smava, Traxpay oder Number26 sowie weitere E-Plattformen im Finanzportfolio haben. Zuviel Zeit darf gerade bei mobilen Zahlungslösungen jedoch nicht mehr vergehen, denn neue Anbieter mit disruptiven Technologien dürften bereits auf dem Sprung sein.

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