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21.09.2012 | Bank-IT | Im Fokus | Onlineartikel

Big Data - Orientierung in der Datenflut

Autor:
Bianca Baulig
2 Min. Lesedauer

Immer mehr Nutzer produzieren immer mehr Daten im Internet. Banken haben damit Zugriff auf ein schier unerschöpfliches Reservoir an Informationen, die frei zugänglich ist. Doch fehlende Struktur und die Datenmenge machen es schwer, die Daten, insbesondere in Real-Time, zu analysieren.

Die Datenmengen in Unternehmen und Organisationen nehmen laut Hightech-Verband BITKOM sprunghaft zu, etwa durch Sensoren im Produktionsablauf, die intensivere Kommunikation über Social-Media-Kanäle und die stärkere Nutzung mobiler Geräte. Gleichzeitig steigt die Zahl der unterschiedlichen, gespeicherten Dateiformate: Bilder, Videos, Links, Dokumente etc. Konventionelle Ansätze der Informationsverarbeitung stoßen laut BITKOM damit an Grenzen. Abhilfe schaffen hier so genannte Big-Data-Lösungen. Mit ihnen können große Datenmengen aus vielen Quellen extrem schnell erschlossen und analysiert werden. „Mit Big Data können Unternehmen bei der Vorbereitung von Management-Entscheidungen entscheidende Wettbewerbsvorteile erzielen“, sagt BITKOM-Vizepräsident Volker Smid.

Laut einem Bericht der Fachzeitschrift BANKMAGAZIN haben derzeit nur wenige Unternehmen ihre Daten wirklich im Griff. Die "CMO Study 2011" von IBM, bei der mehr als 1.700 Marketing-Chefs (Chief Marketing Officers, CMO) weltweit befragt wurden, bringe diese Tatsache ans Licht, schreibt Autorin Anja Kühner. 97 Prozent von ihnen fühlen sich auf die explodierende Datenmenge nicht vorbereitet. Die Folge: Die CMOs haben ein Big-Data-Problem.

Unstrukturierte Daten sind die Herausforderung

Auch Banken tun sich mit den riesigen Datenmengen und deren systematischer Analyse derzeit noch eher schwer. Vor allem, so das BANKMAGAZIN, seien immer noch die IT-Verantwortlichen von Geldinstituten überrascht von der Menge der Daten, die täglich in ihren Häusern anfallen. Fließen die vorhandenen Daten in einer Datenbank zusammen, so kann die schiere Menge ein Problem sein. Eine umso größere Herausforderung stellt sich den Unternehmen, wenn es um unstrukturierte Daten geht, die aus unterschiedlichen allgemein zugänglichen Quellen ausgelesen werden können. Unstrukturierte Daten machen mehr als 90 Prozent der gesamten Daten aus, belegt eine Studie von IDC im Auftrag von EMC2 von 2011.

Big Data ist zwar noch ein junger Markt, doch nach einer Studie der Experton Group lagen die globalen Umsätze bereits 2011 bei rund 3,3 Milliarden Euro. 2012 werden es voraussichtlich 4,5 Milliarden Euro sein, ein Plus um rund ein Drittel. 2016 soll der globale Big-Data-Markt knapp 16 Milliarden Euro umfassen. Der BITKOM hat einen Leitfaden zusammengestellt, der unter kostenlos heruntergeladen werden.

Quellen: BANKMAGAZIN, BITKOM

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