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26.07.2016 | Bank-IT | Nachricht | Onlineartikel

Neue Vorschriften für Kontoeröffnungen per Video-Identifikation

Autor:
Barbara Bocks

Vor Kurzem hat die Bafin in einem Rundschreiben die Anforderungen an die Nutzung von Video- Identifizierungsverfahren bei der Kontoeröffnung geändert. Ein Überblick.

Um Missbrauchsfälle bei Kontoeröffnungen mit falschen Identitäten im Internet künftig zu vermeiden, hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) ihre Regelungen zu Video-Identifizierungsverfahren in einem Rundschreiben angepasst. Erstmals veröffentlicht hatte die Aufsichtsbehörde die Vorgaben für die Identitätsprüfung über Video im April 2014. Als erste Bank in Deutschland hat die Süd-West-Kreditbank (SWK) in Bingen am Rhein diesen Service angeboten, heißt es 2014 in der „Bankfachklasse“ (Ausgabe 7-8/2014, Seite 9).

Einige Neuerungen im Überblick

Das aktuelle Bafin-Rundschreiben sieht nun vor, dass die Nutzung des Video-Identverfahrens mittlerweile nur noch durch Kreditinstitute im Sinne des Paragraph 1, Absatz 1, Kreditwesengesetz (KWG) vorgenommen werden kann. Mit dem Verfahren können Kunden sich beispielsweise identifizieren, wenn sie ein Online-Bankkonto, ein Wertpapierdepot oder ein Tagesgeldkonto eröffnen möchten, ohne wie bisher eine Postfiliale besuchen zu müssen. Damit stellt das Video-Identifizierungsverfahren für alle Finanzdienstleistungsinstitute außer Banken nun keine Alternative zum Post-Ident-Verfahren mehr dar.

Außerdem könnten unter anderem nur „Ausweisdokumente, die über optische Sicherheitsmerkmale wie insbesondere holographische Bilder, kinematische Strukturen oder solche gleichwertigen Merkmale, die einer visuellen Überprüfung zugänglich sind, sowie über einen maschinenlesbaren Bereich verfügen, für die geldwäscherechtliche Identitätsüberprüfung im Rahmen eines Videoidentifizierungsverfahrens herangezogen werden“, heißt es in dem Rundschreiben der Finanzaufsicht weiter. 

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