Skip to main content
main-content

05.01.2016 | Bank-IT | Im Fokus | Onlineartikel

Im Kreditkartengeschäft fehlen Innovationen

Technologieunternehmen und Start-Ups setzen neue Maßstäbe im Payment-Bereich. Traditionelle Player müssen sich positionieren, doch fehlt es ihnen an Innovationskraft, wie eine Bankenstudie zeigt. Ein Kommentar.

Laut einer aktuellen Studie der Managementberatung Bain&Company fehlt es den Finanzdienstleistern an Innovationen im Bereich der Bezahlverfahren. Technologische Veränderungen stellen eine Bedrohung für das traditionelle Geschäftsmodell der Banken und Kreditkartenunternehmen dar. Neue Maßstäbe setzen einerseits die Fintech-Industrie innerhalb der Start-Up-Szene und andererseits große Tech-Giganten wie Google, Amazon oder Apple. Sie punkten vor allem mit technischer Raffinesse und Nutzerfreundlichkeit.

Auf dem Weg zum modernen Zahlungsdienstleister

Auf dem Markt für Bezahlverfahren gab es lange Zeit keine großen Veränderungen. Mit den Folgen der Finanzkrise, der schwankenden Markentreue der Verbraucher und dem technologischen Fortschritt wächst der Innovationsdruck auf Finanzdienstleister. Bain&Company sagt einen Anstieg des weltweiten Umsatzes im Online-Payment von heute 15 Billionen US-Dollar auf fast 20 Billionen US-Dollar im Jahr 2020 voraus. Neue Payment-Technologien in Verbindung mit der zunehmenden Nutzung mobiler Endgeräte bieten Zahlungsdienstleistern die Chance, sich positiv auf dem Markt zu positionieren.

Im Zuge dieser Entwicklung stehen Zahlungsverkehrsdienstleister vor fünf großen Herausforderungen:

  • Offenheit – Die Branche sollte aufgeschlossen gegenüber neuen Zahlungsverfahren sein und sich eine Strategie für mehrwertige, technologische Dienste erschließen.

  • Individuelle Kundenangebote – In der Kundenansprache sollten Kreditunternehmen die Bedürfnisse der jeweiligen Zielgruppe fokussieren und ihre Angebote dementsprechend ausrichten.

  • Nutzung von Kundendaten – Bei einem Bezahlvorgang können Finanzdienstleister viele interessante Erkenntnisse über den Verbraucher ableiten. Dieses Wissen sollte sich die Kreditkartenindustrie zunutze machen.

  • Effektive Vermarktungskanäle – Expertise im Technologiebereich unterstützt die Steuerung von Vermarktungskanälen und bietet Unternehmen eine Möglichkeit, sich wettbewerbsfähig aufzustellen.

  • Sicherheit – Um das Händlergeschäft gegen die Newcomer zu verteidigen, müssen die Finanzdienstleister die Schnittstellen im Zahlungsverkehr beobachten.

Im Grunde genommen müssen Finanzdienstleister auf den Kunden angepasste Zahlungstechnologien zur Verfügung stellen. Der Schlüssel für die Neupositionierung liegt demnach in einer gestärkten Innovationskraft und erweiterten Geschäftsmodellen, die auch weiterhin die bewährten Prädikate Sicherheit und Zuverlässigkeit erfüllen. Zahlungsdienstleister brauchen hierfür ein hohes Maß an Flexibilität und organisatorischen Fähigkeiten. Für die Umsetzung des Konzepts und die Zukunftsfähigkeit am Markt kann eine Zusammenarbeit mit dem passenden Technologiepartner von großer Bedeutung sein.

Zur Person
Sascha Breite ist Head Future Payments und Geschäftsführer Six Payment Services in Hamburg.

Weiterführende Themen

Die Hintergründe zu diesem Inhalt

01.09.2015 | Titel | Ausgabe 10/2015

Was Bargeld ersetzen kann

01.03.2013 | Strategie + Management | Ausgabe 3/2013

Immer mehr Bank-Wettbewerber im Online-Payment aktiv

01.04.2014 | Strategie + Management | Ausgabe 4/2014

Evolution im Kartengeschäft

01.10.2014 | DuD Report | Ausgabe 10/2014

Online-Payment: Security versus Usability

Das könnte Sie auch interessieren

04.09.2014 | Bank-IT | Im Fokus | Onlineartikel

Wie E-Payment Banken und Dienstleister bewegt

10.12.2015 | Bank-IT | Im Fokus | Onlineartikel

Die Konsolidierung hat begonnen

21.08.2014 | Bankvertrieb | Im Fokus | Onlineartikel

Welche Bezahlmethoden Händler anbieten sollten

22.10.2015 | Bankvertrieb | Im Fokus | Onlineartikel

Geht die Bargeld-Ära bald zu Ende?

Premium Partner

    Bildnachweise