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08.12.2014 | Bank-IT | Schwerpunkt | Online-Artikel

Fiducia und GAD unter einem Dach

verfasst von: Eva-Susanne Krah

2 Min. Lesedauer

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Branchenexperten hatten schon fast nicht mehr daran geglaubt. Nun klappt es doch: Die genossenschaftlichen Rechenzentren Fiducia AG in Karlsruhe und GAD eG in Münster fusionieren.

Bereits zum 1. Januar 2015 soll die neue „Fiducia & GAD IT“ als Aktiengesellschaft ihren Hauptsitz in Frankfurt haben. An der Spitze werden Fiducia-Vorstandschef Klaus-Peter Bruns und sein Stellvertreter, der bisherige GAD-Chef Klaus-Dieter Toben, die Geschicke des neuen Unternehmens leiten. Weitere Niederlassungen gibt es in Berlin und München. Das neue Firmenkonstrukt für die IT-Services der Genossenschaftsbanken, das formal als Übernahme der GAD durch die Fiducia gilt, wird damit zu einem der bundesweit größten IT-Dienstleister und vereint auf einen Schlag knapp 1.100 deutsche Volks- und Raiffeisenbanken in seinem gemeinsamen Kundenportfolio. Bisher gab es eine Nord-Süd-Achse: Nördliche Institute waren der GAD zugeordnet, zu den Kunden der Fiducia gehörten hingegen etwa 650 der Institute sowie gut 50 Privatbanken. Der kumulierte Jahresumsatz im Konzern beläuft sich durch den Zusammenschluss auf 1,2 Milliarden Euro.

Große Pläne, neue Synergien

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Die Ziele beider nun miteinander verschmolzener Häuser sind klar: Nach der Integrationsphase bis zum Jahr 2019 sollen laut Fiducia über Kostensenkungen wirtschaftliche Synergien in Höhe von 125 Millionen Euro realisiert werden. Doch die Trümpfe liegen vor allem in der IT: So sollen ein einheitliches Kernbankensystem und eine gemeinsame Infrastruktur die Wettbewerbsposition des neuen Mega-Rechenzentrums stärken. Laut Claus-Dieter Toben sollen dazu unter anderem die Volksbanken und Raiffeisenbanken bis zum Jahr 2019 vom System bank 21 auf agree 21 umgestellt werden. Fiducia-Chef Klaus-Peter Bruns sieht Vorteile in dem Zusammenschluss. Er stärke „nachhaltig die Wettbewerbsposition der gesamten genossenschaftlichen Finanzgruppe“.

Mit der Einigung geht eine lange Phase der Verhandlungen zwischen Fiducia und GAD zu Ende. Denn bereits Anfang 2006 fanden erste Sondierungsgespräche zur möglichen Unternehmenszusammenführung statt. Die Fusionsverhandlungen wurden vor drei Jahren erneut aufgenommen.

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