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26.10.2017 | Bank-IT | Infografik | Onlineartikel

Die Blockchain wird zum Game Changer

Autor:
Eva-Susanne Krah

Die Blockchain-Technologie wird bei Finanzdienstleistern und Unternehmen anderer Branchen immer stärker in der Organisation verankert. Das zeigt eine Blockchain-Analyse von Yougov im Auftrag von Sopra Steria Consulting. 

47 Prozent der Unternehmen beschäftigen sich laut einer "Blockchain-Analyse" von Yougov, die im Auftrag von Sopra Steria Consulting durchgeführt wurde, mit der Blockchain-Technologie, bei der verkettete Datenblöcke dezentral gespeichert sowie einzelne Transaktionsschritte verifiziert werden können. 21 Prozent entwickeln Prototypen, aber nur sieben Prozent der 500 befragten Fach- und Führungskräfte halten die Technologie derzeit für marktreif. Für rund jeden zweiten befragten Manager aus Banken, Medien und anderen Unternehmen befindet sie sich noch im Experimentierstadium. Viele zweifeln zudem, ob die Blockchain-Technologie für ihr Unternehmen wirklich geeignet ist. 51 Prozent fordern beispielsweise Verbesserungen beim Schutz vertraulicher Informationen. 

Im Mittelpunkt der Anwendungsfälle stehen laut der Analyse vor allem Einsatzszenarien 

  • zur schnelleren Zahlungs- und Kaufabwicklung, 
  • der besseren Steuerung von Lieferketten sowie 
  • dem Identitäts-Management.

Blockchain wird Game Changer

Finanzdienstleister und Experten sehen Einschätzungen der Technologieberatung Accenture zufolge den nächsten Game Changer in der Technologie, und belegen dies mit Zahlen: So seien 2015 global etwa 620 Millionen US-Dollar in die Blockchain investiert worden. "In den vergangenen fünf Jahren hat sich ein Markt entwickelt, und Investoren haben ein steigendes Interesse an Blockchain-Startups. Für viele Pioniere hat damit die Blockchain-Gegenwart bereits begonnen. Wer sich jetzt mit den Auswirkungen auseinandersetzt, wird Hürden schneller überwinden und damit früher neue Geschäftsmodelle auf Basis der Blockchain-Technologie entwickeln", ist Urs M. Krämer, CEO von Sopra Steria Consulting, überzeugt. 

So soll etwa der Umgang mit Geld, Dokumenten, Identitäten und Sachwerten durch Blockchains vereinfacht und beschleunigt werden können, aber auch sicherer werden. Schließlich könnte die neue Technologie "viele Prozesse in der Finanzbranche verbessern", schreibt Bankmagazin-Autor Stefan Mey in seinem Beitrag "Wohin die Blockchain führt" (Ausgabe 1/2016). Unternehmen nutzen die Technologie beispielsweise für Transaktionen bei der Zahlungsabwicklung, Banken und Versicherer bei Micropayments oder im Identitäts-Management, bei gesetzlich vorgeschriebenen, so genannten Know-your-customer-Prozessen. 

Blockchain verändert Branchen

61 Prozent der befragten Entscheider und 72 Prozent der Finanzdienstleister sind sich dessen bewusst, dass die Blockchain-Technologie ihre Branche in den kommenden fünf Jahren disruptiv verändern wird. Speziell in der Finanzbranche macht sich diese Entwicklung bereits jetzt durch die Vielzahl von Fintech-Start-ups bemerkbar, die an neuen Lösungen arbeiten. Laut Accenture Research haben vor allem jene Finanztechnologie-Start-ups von überdurchschnittlichen Finanzierungsrunden profitiert, die auf Blockchain basieren. 2015 waren es mehr als 390 Millionen US-Dollar. Das Beratungsunternehmen geht davon aus, dass die Blockchain im Jahr 2025 ein integraler Bestandteil des Finanz-Ökosystems sein dürfte.

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