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19.02.2013 | Bank-IT | Im Fokus | Onlineartikel

Kommentar: SEPA ist schon längst Realität

Gastautor Reinhold Wegmann kommentiert einen Beitrag aus BANKMAGAZIN zum Thema Single Euro Payment Area (SEPA) - „KMU noch kaum auf neues Zahlungssystem vorbereitet“. Sein Standpunkt: Die Kommunikation über SEPA ist bisweilen schlichtweg falsch.

Sowohl gegenüber Privat- als auch gegenüber Firmenkunden wurde seitens der Politik und auch aus Richtung der Banken zum Thema SEPA in den vergangenen Jahren leider massiv falsch kommuniziert: Es war immer die Rede davon, dass zum 1. Februar 2014 mit SEPA ein neues Verfahren kommt. Dass bei dieser Falschaussage aufgrund der Erfahrungen bei der Einführung von "hoheitlichen" Verfahren niemand der erste sein wollte, ist doch verständlich.

SEPA ist nicht neu, sondern bereits seit 2008 Realität

Anders hätte es sicherlich bei der richtigen Aussage ausgesehen, nämlich dass ab dem 1. Februar 2014 die alten, bewährten nationalen Verfahren nicht mehr angeboten werden und der Umstellungsaufwand vergleichbar mit dem der Euro-Umstellung ist. Der aktuell immer stärker werdende Druck bei der Umsetzung von SEPA ist maßgeblich durch diese verharmlosende Kommunikation entstanden, deren Tenor aber leider immer noch anhält. Die allseits, auch von uns als Zahlungsverkehrs-Anbieter angebotenen mehr oder weniger intelligenten Konvertierungs- und Ergänzungslösungen können nur Übergangslösungen darstellen, denn es kann nur konvertiert werden, was vom Ersteller der Zahlung auch geliefert wird.

SEPA - ein "way of no return"

Außerdem wird weiterhin vollkommen unterschätzt, dass sich SEPA mit seiner enormen Komplexität in einer bisher unbekannten Art und Weise auf interne, und auf den ersten Blick auch nicht zahlungsverkehrsrelevante Prozesse eines Unternehmens auswirken kann. Bedient sich ein Betroffener bei der Umstellung externer Hilfe, so sollte er beachten, dass SEPA kein Einführungs-, sondern ein Migrationsprojekt ist und damit Know-how aus beiden Welten gefragt ist. Es wäre dringendst angebracht, jetzt endlich so ehrlich zu kommunizieren, dass allen Betroffenen der Umfang und die Tragweite der Abschaltung der nationalen Verfahren klar würde und damit die Erkenntnis wächst, dass es "kurz vor Zwölf" ist.

Aus meiner Sicht gibt es zum 1. Februar 2014 entweder einen großen Knall oder aber der Termin zur Abschaltung der nationalen Verfahren muss verschoben werden (wie übrigens damals der Einführungstermin für SEPA bei den Banken auch mehrmals), denn keine Volkswirtschaft dieser Welt kann es sich leisten, dass ein signifikanter Anteil der Zahlungsströme von heute auf morgen zum Erliegen kommt.

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01.12.2012 | Anzeigen-Sonderveröffentlichung | Ausgabe 12/2012

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