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09.09.2019 | Bank-IT | Best Practice | Onlineartikel

Mit Baufinanzierungslösung beraten Sparkassen effizienter

Autor:
Alexander Buschsieweke

Viele Menschen nutzen das niedrige Zinsniveau, um ihren Traum vom Eigenheim zu verwirklichen. Entsprechend groß ist die Nachfrage nach Immobilienfinanzierungen. Retailbanken profitieren von dieser Nachfrage, spüren aber auch die Konkurrenz der Direktbanken. 

Von den digitalen Geldhäusern sind es Bankkunden gewohnt, auf Basis transparenter Prozesse betreut zu werden und zeitnah eine Antwort auf ihre Kreditanfrage zu erhalten. Retailbanken trumpfen dagegen immer noch mit ihrer persönlichen Beratung auf. Dank digitaler Lösungen können sie ihre Prozesse automatisieren und die Kundenberater so unterstützen, dass ein Abschluss bereits im ersten Beratungsgespräch erfolgen kann.

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Immobilienfinanzierung

In der Betriebswirtschaftslehre wird unter Finanzierung die Kapitalbeschaffung zur Realisierung einer Investition verstanden. Bei der Kapitalbeschaffung wird in der betriebswirtschaftlichen Literatur nach.

Erst Internet, dann Bankfiliale

Wer den Traum vom Eigenheim wahr werden lassen will, informiert sich im Internet nicht nur über die Immobilie, sondern verschafft sich dort auch einen ersten Überblick über Finanzierungskonditionen und die Chancen auf einen Kredit. Allerdings besuchen die meisten Käufer danach immer noch die Bankfiliale. Sie wollen vom Immobilienfinanzierungsspezialisten erfahren, ob sie bei der Kalkulation wirklich an alles gedacht haben oder ob der Bankprofi noch weitere Optionen aufzeigen kann. Die persönliche Beratung und die Nähe zum Kunden sind die großen Chancen der Retailbanken, mit den Kunden direkt ins Geschäft zu kommen.

Die Kreissparkasse Wiedenbrück suchte vor diesem Hintergrund nach einer technischen Lösung, mit der ihre Immobilienfinanzierungsspezialisten kompetent und im Idealfall auch fallabschließend beraten können. Als der zentrale IT-Dienstleister der Sparkassen-Finanzgruppe, die Finanz Informatik (FI), ihre neue Baufinanzierungslösung vorstellte, bot sich die Kreissparkasse als Pilotinstitut an. Die neue Lösung basiert auf dem Vertriebsfrontend "OSPlus_neo", das die Vertriebs- und Servicekanäle bündelt und zahlreiche Aufgaben sowie Prozesse automatisiert. 

Digitale Lösungen erhöhen Tempo und schaffen Transparenz

Die neue Lösung verändert die Interaktion zwischen Berater und Kunde grundlegend. Sparkassenmitarbeiter schauen gemeinsam mit dem Kunden auf eine intuitiv zu bedienende Nutzoberfläche. Im direkten Dialog mit den Kunden gehen sie Schritt für Schritt alle wichtigen Bausteine der Immobilienfinanzierung durch. Die Kunden erkennen so, dass der Immobilienspezialist auf der gleichen IT-Basis arbeitet, die sie im Internet nutzen. Look-and-Feel sind für beide identisch. Zudem greift der Berater direkt auf die Daten zu, die der Kunde schon im Web eingegeben hat. Die Prozesse sind synchron und die Daten zentral verfügbar.

Der besondere Nutzen für die Institute liegt in der durchgängigen Prozessautomatisierung, die bis hin zum Fallabschluss im Erstgespräch reicht. Aufgaben wie das Einholen der Schufa-Auskunft, das Beantragen von Fördermitteln oder die Konditionsermittlung laufen automatisiert. Dies sorgt für einen medienbruchfreien Prozess und eine hohe Zeitersparnis, weil der Nachbearbeitungsaufwand und die Mehrfacherfassung in der Marktfolge wegfallen. Die Kunden profitieren zum einen von dem beschleunigten Prozess, zum anderen aber auch von einer gesteigerten Transparenz. Denn der Berater geht mit ihnen gemeinsam jeden Prozessschritt am Bildschirm durch. Bei der Erstellung des Finanzierungsplans werden zeitnah Detailfragen durch den Berater beantwortet. 

Berater brauchen praxisgerechtes Schulungskonzept

In der Kreissparkasse Wiedenbrück wurde ein mehrphasiger und jeweils rund sechs Monate dauernder Einführungsprozess definiert. Dem Institut kam dabei zugute, dass das hauseigene Immobiliencenter und die Berater in den Geschäftsstellen bereits den internen DSGV-Standard-Prozess nutzten. Auch die weiteren prozessualen Anpassungen gestalteten sich unkompliziert, da die Abläufe im Institut den Musterprozessen der Baufinanzierung sehr nah kamen. 

Aufwändiger waren die Mitarbeiterschulungen, da sich die Beratertätigkeit durch die enge Kundeninteraktion und die Prozessautomatisierung grundlegend verändert. Ein umfassendes und praxisgerechtes Schulungskonzept war daher nötig. Dieses war darauf ausgelegt, die Vorteile der neuen Lösung, die Produktdrehscheibe und die im Hintergrund ablaufenden Prozesse dezidiert vorzustellen. 

Details gab es in der Einzelschulung

Berater, Sachbearbeiter und Administratoren erhielten zudem spezielle Einzelschulungen und konnten an praxisgerechten Fällen die Erstellung neuer Finanzierungsangebote erproben und Erfahrungen im Umgang mit der Logik der neuen Lösung sammeln. So gelang der Einsatz der Lösung im Kundengespräch nahezu reibungslos.

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