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24.11.2017 | Bank-IT | Im Fokus | Onlineartikel

Rechenzentren rüsten auf

Autor:
Stefanie Hüthig

Das immer weiter steigende Datenvolumen sorgt dafür, dass Rechenzentren ihre Kapazitäten massiv ausbauen. Dabei ist der Standort Frankfurt am Main nicht nur als Heimat des weltweit größten Internetknotenpunkts interessant, sondern auch aufgrund des Brexit.

"Rechenzentren sind für uns eine sehr interessante Assetklasse. In diesem Bereich hat die HSH Nordbank bereits eine tiefe Expertise aufzuweisen. Insofern freut es uns, dass wir an dieser Transaktion beteiligt sind." Mit diesem Zitat von Marcus Kleiner, Leiter Infrastruktur der HSH Nordbank, begleitete das Institut Anfang November die Mitteilung, dass es an der Finanzierung an einem Rechenzentrum in Frankfurt am Main beteiligt ist.

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Konkret geht es um die Refinanzierung des bereits existierenden Frankfurt One und der Finanzierung von Bau sowie Ausstattung von Frankfurt Two, beides Rechenzentren des Anbieters Zenium. Die HSH Nordbank stellt dafür als Agent und Security Agent gemeinsam mit Banco Santander, NIBC Bank und ING Bank vorrangig besicherte Kreditfazilitäten im Wert von 100 Millionen Euro zur Verfügung.

Datenmenge wächst explosionsartig

In Frankfurt ist der größte Internetknotenpunkt der Welt zu Hause. Auch, dass die Datenmenge steigt und weiter zulegen wird, ist kein Geheimnis. Das Whitepaper "Data Age 2025" von IDC und Seagate sagt für das genannte Jahr ein weltweites Datenvolumen von "kolossalen" 163 Zettabyte (ZB) voraus. Dagegen nehmen sich die 16 ZB aus dem Jahr 2016 nahezu mickrig aus.

Frankfurt ist aber auch die Stadt in Deutschland, die in einem Atemzug mit dem Brexit genannt wird. Zwar hat sie das Rennen um die Europäische Bankenaufsicht EBA verloren, aber Stefan Winter, Vorstandsvorsitzender des Verbands der Auslandsbanken, rechnet mit einem Zuzug von 20 Geldhäusern, davon 15 größeren Instituten, wie er im Interview mit Bankmagazin (Ausgabe 11/2017, Seite 20) verrät.

Die Neuzugänge benötigen freilich Rechenkapazitäten. "Wir rechnen damit, dass in der Folge des Brexit auch die Nachfrage von internationalen Banken nach qualitativ hochwertiger und sicherer Rechenzentrumskapazität in Frankfurt weiter steigen wird", heißt es von Interxion Deutschland. Das Unternehmen meldete Ende Oktober 2017 die Eröffnung zweier weiterer Rechenzentren, FRA11 und FRA12, sowie eines neuen Umspannwerks. Unter den rund 550 Kunden von Interxion in Deutschland befinden sich bereits Banken und andere Dienstleister aus dem Financial-Services-Umfeld.

Nachfrage kommt nicht nur von Banken

Für die Geldhäuser spielen laut Interxion insbesondere die Betriebs- und Zutrittssicherheit eine große Rolle sowie kontinuierlich erneuerte Zertifizierungen gängiger Normen und Standards wie ISO9001, ISO 14001, ISO 50001, ISO/IEC 27001, ISO 22301 und der Kreditkarten-Sicherheitsstandard PCI-DSS. Das Unternehmen setzt aber nicht allein auf Banken als Abnehmer, lässt es wissen: "Die Nachfrage nach professioneller Rechenzentrumskapazität in Frankfurt boomt über alle Kundensegmente hinweg."

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