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21.11.2018 | Bank-IT | Nachricht | Onlineartikel

Finanz-IT soll erlebbar werden

Autoren:
Stefanie Hüthig, Christian Kemper

Vom 20. bis 22. November 2018 informiert das FI-Forum über Trends und Neuigkeiten. Gezeigt werden unter anderem eine Plattform für Bürokommunikation und ein Robo Advisor, der mehr als Indexfonds kann.

"Das hat etwas von einem Klassentreffen", freut sich eine Ausstellerin bereits am ersten Veranstaltungstag auf dem FI-Forum. Sie ist die Hausmesse der zentralen IT-Dienstleisterin der Sparkassen, der Finanz Informatik (FI). Bereits am Auftakttag der Veranstaltung gab es überall erfreute Gesichter und Händeschütteln. Und die Zahlen bestätigen den Eindruck. Laut Thomas Kawelke vom Marketing der FI haben sich 96 Prozent der Sparkassen für die Messe angemeldet. Zwei Drittel der Besucher sind Vorstände oder Führungskräfte. Die FI ist von den "Anmeldungen überrollt" worden, freut sich Kawelke. Insgesamt 16.000 Besucher wollen sich die Lösungen der Sparkassen-IT-Dienstleisterin, ihrer Tochtergesellschaften und der 98 Partnerunternehmen ansehen. Viele nehmen an einer der 30 Konferenzen teil oder schauen beim parallel laufenden Hackathon, dem Symbioticon des Sparkassen-Hubs, vorbei. 

In diesem Jahr präsentiert die FI unter anderem ihre eigene Plattform für Bürokommunikation namens "Office_neo". Darunter fallen eine Exchange-Lösung, also E-Mail und Kalender, Skype for Business und ein Sharepoint. Weiteres wichtiges Zukunftsprojekt der FI ist die Entwicklung von "OSPlus neo" für Firmenkunden der Sparkassen. "Damit können Unternehmer schon heute fallabschließend Kontokorrentkredite abschließen", verspricht Hendrik Holz, Bereichsleiter Prduktmanagement bei der FI. Weitere Funktionen, etwa eine Rechtesteuerung für Firmenkonten, sollen im Laufe des kommenden Jahres bei teilnehmenden Sparkassen pilotiert werden.     

Inasys-Robo soll sich an Berater und Kunden richten

Die FI-Tochter Inasys will dagegen mit ihrem Robtimizer, einen intelligenten digitalen Anlageassistenten, punkten. Aktuell befindet er sich in der Testphase und unterstützt Berater in Sparkassen bei der Vermögensverwaltung. Die Lösung bezieht, anders als die meisten Robos, nicht nur Exchange Traded Funds (ETFs), sondern auch Aktien, Rentenpapiere, Liquiditätsanlagen und über Indizes auch Immobilien in ihre Entscheidung ein. Wenn er sich bewährt, soll der Anlageassistent weiter ausgebaut werden und auch direkt von Kunden genutzt werden können.

Die Deutsche Servicegesellschaft für Finanzdienstleister (DSGF), die für Sparkassen vor allem Backoffice-Tätigkeiten übernimmt, setzt ebenfalls auf Künstliche Intelligenz (KI) und Robotic Process Automation. Ihr Produkt "Digitale Drehscheibe" erkennt Dokumente, liest sie aus, legt sie in Kundenakten beziehungsweise Vorgängen ab und lernt immer wieder dazu. In eine ähnliche Richtung denken auch die Software-Entwickler von Finanz Informatik Solutions Plus. Sie haben für ihren Kunden S-Kreditpartner eine selbstlernende Lösung auf der Basis von "Deeplearning 4J" entwickelt, die Handschriften auf Dokumenten auslesen kann. Künftig könnten auf Basis solcher KI- und Robotics-Technologien Backoffice-Prozesse in Großsparkassen, Landesbanken und bei Verbundpartnern auf Basis von KI- und Robotics-Technologien automatisiert werden.

Kleinstfiliale ist Antwort auf Kostendruck

Der Automaten-Hersteller Keba will mit seiner modularen Kleinstfiliale eine Antwort auf den Kostendruck in den Geldhäusern und der daraus folgenden Ausdünnung des Geschäftsstellen- und Geldautomatennetzes geben. In der Kreissparkasse St. Wendel, berichtet eine Keba-Sprecherin, sei die Kleinstfiliale als Bestandteil einer Zweigstelle schon im Einsatz.

Zum ersten Mal nimmt Ratiodata am FI-Forum teil. Die Tochtergesellschaft der Fiducia & GAD, zentrale IT-Dienstleisterin der Genossenschaftsbanken, stellt auf der Messe unter anderem ihr Betreuungsangebot für Selbstbedienungssysteme vor.

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