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01.07.2020 | Bank-IT | Nachricht | Onlineartikel

Frankfurt erhält Zentrum für globale Finanzinnovation

Autor:
Swantje Francke
1:30 Min. Lesedauer

Frankfurt und Paris praktizieren den Schulterschluss: Die deutsche und die französische Notenbank schließen sich gemeinsam dem internationalen Netzwerk für Innovation der BIZ an. Der Sitz des Innovationszentrums wird in der Mainmetropole sein.

Die Deutsche Bundesbank will fortab mit Notenbanken aus aller Welt die Digitalisierung vorantreiben. Hierfür soll gemeinsam mit der französischen Notenbank ein Innovationszentrum an den Standorten Frankfurt und Paris entstehen. Damit bilden die beiden Notenbanken die Schnittstelle des Eurosystems zum globalen Netzwerk BIZ Innovation Hub, dass von der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) ins Leben gerufen wurde.

Technologieaustausch auf internationaler Ebene

Bundesbankpräsident Jens Weidmann begrüßt den Ausgang des Wettbewerbsverfahrens zugunsten eines Knotenpunkts am Standort Frankfurt. Vom Beschluss der BIZ erhofft er sich von den Partnerzentralbanken Impulse für die technologische Weiterentwicklung der Bundesbank. Gleichzeitig möchte er die internationale Gemeinschaft an der Innnovationskraft der Bundesbank teilhaben und von ihrer operativen Stärke profitieren lassen. "Wir werden mit großer Neugier und viel kreativem Elan zielorientierte innovative Lösungen entwickeln. Mit digitalen Zentralbankinnovationen können wir das Finanzsystem von morgen stabiler und leistungsfähiger machen", erklärt Weidmann.

Für eine eigene Innovationswerkstatt am Bundesbanksitz in Frankfurt liegt der Fokus auf modernen Technologien wie Big Data und Machine Learning, in die das Institut bereits seit einigen Jahren investiert. Die Innovationswerkstatt solle den internationalen Partnersituationen gerecht werden und die Voraussetzungen schaffen, um den künftigen Stabilitätsverpflichtungen der Bundesbank nachzukommen. 

Digitales Ökosystem der Zentralbanken

Als Ziele der Innovationsbestrebungen nennt die Bundesbank Anwendungen im Zentralbankwesen, um den Zahlungsverkehr effizienter zu gestalten, Finanzaufsicht in Echtzeit zu ermöglichen und die Cyber-Sicherheit zu erhöhen. Durch die nun vereinbarte Vernetzung entstehe ein internationales digitales Ökosystem der Zentralbanken, in dem Anwendungen und Technologien gebündelt würden.

Sieben globale Knotenpunkte werden dem BIZ Innovation Hub angehören: die Bundesbank in Frankfurt, die Bank of Canada, die Bank of England, eine Gruppe von vier nordeuropäischen Zentralbanken, die Hongkong Monetary Authority, die Monetary Authority of Singapore und die Schweizerische Nationalbank.

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