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16.04.2015 | Bank-IT | Im Fokus | Onlineartikel

Initiative will mobiles Bezahlen beleben

Autor:
Bianca Baulig
2 Min. Lesedauer

In Berlin können Kunden seit Mitte April bei einigen großen Händlern mit dem Smartphone bezahlen. Der Handel will so die Akzeptanz für Mobile Payment steigern. Auch Banken sollten aktiv werden.

Die sechs Handelsunternehmen Galeria Kaufhof, Kaiser's, Obi, Real, Rewe und Penny wollen gemeinsam mit allen deutschen Mobilfunkanbietern Kunden für Mobile Payment begeistern. Die Initiative hat unter dem Namen "NFC City Berlin" mehr als 2.000 Kassenterminals in 500 Märkten der Hauptstadt für das mobile Bezahlen aufgerüstet. Um möglichst viele Kunden anzusprechen, erhalten diese im Zeitraum vom 15. April bis zum 14. Juni 2015 beim ersten Bezahlen mit dem Smartphone einmalig zehn Euro auf ihr Mobilkonto zu.

Basis ist die NFC-Technologie

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Die Partner setzen auf die Near-Field-Communication-Technologie (NFC) als gemeinsamen Standard für das Bezahlen. Wie die Springer-Autoren Hans-Gert Penzel, Ernst Stahl, Stefan Weinfurtner und Georg Wittmann im Buchkapitel "Der steinige Weg zum mobilen Bezahlen" (Seite 412) des Buches "Marktplätze im Umbruch" beschreiben, bieten NFC-Lösungen in Verbindung mit Apps die Möglichkeit des kontaktlosen Austauschs von Daten per Funkchip über einige Zentimeter hinweg: "Diese Smartphone-Modelle besitzen unabhängig von der SIM-Karte einen Secure-Element-Chip sowie einen NFC-Controller. Darüber werden Zahlungen über die vom Nutzer hinterlegten Kartendaten abgewickelt. Zur Freigabe der Zahlung kann der Nutzer dann das Gerätekennwort oder den biometrischen Fingerabdruck nutzen. Gerade letztere ist in der Handhabung außerordentlich komfortabel gestaltbar."

Diese Technologie wird auch bei Apple Pay eingesetzt. Dieser Apple-eigene mobile Bezahldienst ist im Oktober 2014 in den USA gestartet und soll Mobile Payment in den USA zum Durchbruch verhelfen, wie die Bankmagazin-Redakteurin Eva-Susanne Krah im Beitrag "Apple Pay kurbelt Wettbewerb um Bezahldienste an" auf Springer für Professionals schreibt.

Banken müssen aktiv werden

Wie Kreditinstitute sich an dem Geschäftsfeld Mobile Payment beteiligen können, beschreibt das Kapitel "Strategien" des Buches "Mobile Payment". Geldhäuser sollten sich demnach zu einem Mobile Virtual Network Operator (MVNO) entwickeln, der dem Markt integrierte Multikanal-Bankendienstleistungen und kontaktloses Bezahlen, unterstützt durch einen Mobilfunkanbieter, anbietet. Für die klassische Wertschöpfungskette mit Zahlungen am Point of Sale über mobile Endgeräte ergeben sich folgende Angebotsmöglichkeiten:

  • Angebot von kontaktlosem Mobile Payment über POS-Systeme;
  • die Bank kann weitere Zusatzdienste, etwa angereicherte Kundeninformationen, anbieten;
  • die Zahlungen werden am Verkaufspunkt im Handel durchgeführt, wobei Kernbanksysteme aus Risikogesichtspunkten zum Beispiel zur Bonitätsprüfung online abgefragt werden;
  • Statusprüfung der Zahlungen über die Kontoverwaltung der Banken;
  • Angebot von weiteren Mobile-Marketing-Anwendungen.

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Die Hintergründe zu diesem Inhalt

2015 | OriginalPaper | Buchkapitel

Der steinige Weg zum mobilen Bezahlen

Quelle:
Marktplätze im Umbruch

2013 | OriginalPaper | Buchkapitel

Strategien

Quelle:
Mobile Payment

01.01.2014 | Schwerpunkt | Ausgabe 1/2014

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01.04.2014 | Strategie + Management | Ausgabe 4/2014

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