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13.01.2016 | Bank-IT | Im Fokus | Onlineartikel

Quo vadis Bankendigitalisierung?

Autor:
Matthias Frerichs

© Matthias Frerichs

Die zehn Disziplinen der digitalen Exzellenz bieten Banken einen methodisch fundierten Ansatzpunkt, um die wichtigsten Handlungsfelder für ihre Digitalisierungsstrategie abzustecken. Ein Gastbeitrag.

Geldhäuser stehen bei der Kursbestimmung ihrer Digitalisierung vor erheblichen Herausforderungen. Denn der stete Ausbau der eigenen IT-Landschaft führt keineswegs automatisch auch zu digitaler Exzellenz. Vielerorts bleibt somit unklar, ob und in welchem Ausmaß die eingesetzten Investitionen tatsächlich zu jener tiefgreifenden Transformation beitragen, die für den langfristigen Markterfolg in der Kreditwirtschaft unerlässlich ist.

Disziplinen der digitalen Exzellenz

In welche Richtung soll die Digitalisierung im nächsten Schritt vorangetrieben werden? Die Antwort darauf fällt in Retail-Banken selbstverständlich anders aus als etwa in einer Förder- oder Landesbank. Um sich der Fragestellung systematisch anzunähern, empfiehlt sich die Betrachtung der zehn Disziplinen der digitalen Exzellenz, die Sopra Steria Consulting in Kooperation mit der Universität Hamburg in einer gemeinsamen Studie herausgearbeitet hat. Greifbar werden die vielfältigen Beziehungen dieser Exzellenzdisziplinen durch ein Modell konzentrischer Kreise mit den zwei Kerndisziplinen "Digital Leadership" und "Digital Empowerment" in der Mitte. Im Zentrum stehen demnach der Mensch und seine digitale Kompetenz, sowohl in den Vorstandsbüros als auch in den Bankfilialen. Digitale Transformation, und dies gilt für Retail- wie für Förderbanken gleichermaßen, erfordert einen kulturellen Wandel. 

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Denn etablierte Kommunikations- und Entscheidungsprozesse gehören systematisch auf den Prüfstand – nur so lässt sich die Belegschaft einer Bank als Ganzes für die Zukunft nachhaltig „digital“ befähigen. Um die beiden Kerndisziplinen herum gruppieren sich fünf sogenannte Haupthandlungsfelder, unter denen beispielsweise Customer and Partner Engagement sowie Business Model Innovation für Retail-Banken besonders relevant sind. Denn in diesem Segment erhöhen die Kunden, zumal die junge Kundengeneration, permanent den Digitalisierungsdruck: Im Wettbewerb mit Fintechs und anderen Newcomern aus der Internetwirtschaft zählt heute kaum etwas so sehr wie das Tempo, mit dem neue Ideen für innovative Geschäftsmodelle und mobile Serviceangebote in marktreife Lösungen überführt werden können. Auf der anderen Seite steigert der Erfolg solcher Angebote und deren Integration in eine Omni-Channel-Plattform aber auch die Last, die das zentrale Onlineportal einer Bank ohne Performance-Schwäche verkraften muss – eine Sorge, die in dieser Form in einer Förderbank kaum eine Rolle spielt. Dort dominiert als Herausforderung eher die Schaffung einer offenen Plattform für große und kleine Partner, die unter Einhaltung des Diskriminierungsverbots eine durchgängige Prozessdigitalisierung  inklusive digitaler Lösungen für förderfachliche Spezifika ermöglicht.

Die drei weiteren Haupthandlungsfelder drehen sich um die Transformation der IT-Architektur, die Automatisierung interner Bankprozesse sowie um das Plattformmanagement. Hinzu kommen laut Studie noch drei Querschnittdisziplinen:

  • Data Driven Agility,
  • Digital Compliance und
  • Digital Security.

Die beiden letztgenannten Disziplinen dürften aufgrund wachsender Cybergefahren für jedes Bankhaus unabhängig von seiner Segmentzugehörigkeit stetig an Bedeutung gewinnen.

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