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20.03.2018 | Bank-IT | Nachricht | Onlineartikel

Banken und Versicherungen wollen noch digitaler werden

Autor:
Eva-Susanne Krah
2:30 Min. Lesedauer

Personalisierte Angebote dank Data Analytics, offene Bank-Schnittstellen, Künstliche Intelligenz zur Risikoeinschätzung – Banken und Versicherungen machen sich auf den Weg, noch digitaler zu werden. Das legen Ergebnisse einer Infosys-Studie offen.

Digitale Anwendungen sind im Banken- und Versicherungsbereich immer mehr auf dem Vormarsch. Ergebnisse einer Studie von Infosys zufolge, für die Ende 2017 branchenübergreifend 1.000 leitende IT- und Business-Entscheider in Organisationen mit einem globalen Jahresumsatz von 500 Millionen US-Dollar befragt wurden, die digitale Technologien einsetzen, zeigen: Die Mehrheit der Befragten aus dem Bank- und Versicherungswesen hat erkannt, dass sie sowohl bereits vorhandene Fähigkeiten als auch die Technologien verbessern sollten, um mit der technologischen Entwicklung Schritt zu halten. So sind beispielsweise Big Data Analytics (73 Prozent), IT-Sicherheit (72 Prozent) und Enterprise Cloud (65 Prozent) bei den Banken die drei am häufigsten genutzten digitalen Technologien. Versicherungsunternehmen setzen hingegen vor allem auf unterstützende Technologien für die IT-Sicherheit (66 Prozent), Big Data Analytics (65 Prozent), Enterprise Clouds (58 Prozent) und Anwendungen aus der Künstlichen Intelligenz (KI, 45 Prozent). Die nachstehende Grafik zeigt, wo die Schwerpunkte für Unternehmen beider Branchen liegen:


Personalisierte Angebote und KI werden ausgebaut

Die Trends aus der Studie belegen, dass beispielsweise 54 Prozent der Banken in den kommenden drei Jahren positive Auswirkungen durch die Nutzung von Datenanalysen erwarten, aus denen sie personalisierte Angebote für ihre Kunden entwickeln können. Zudem ist die Hälfte der befragten Banken überzeugt davon, dass offene Schnittstellen (API) für das Open Banking eine Zusammenarbeit mit dritten Playern, etwa Fintechs, vorantreiben. Auch papierloses Trade Finance, das von Technologien wie Blockchain und IoT bestimmt wird, nannten 113 der befragten Banken als wichtigsten Einflussfaktor für ihr Geschäft in den kommenden  drei Jahren. Versicherungen bewerten dagegen folgende Trends besonders positiv: 

  • Big Data für Customer Insights und Share-of-Wallet (50 Prozent), 
  • IT-Sicherheit für mehr Datensicherheit und Compliance (50 Prozent) sowie 
  • KI zur Automatisierung der Risikoeinschätzung und -übernahme (48 Prozent).

Generell planen laut der Studie alle befragten Unternehmen, in den kommenden zwölf Monaten in digitale Technologien zu investieren. Während bei den Banken vor allem in Betrugsprävention, besseren Kundenservice und Innovationen der Absatzkanäle investiert wird, planen 74 Prozent der Versicherungsunternehmen, sich bei der Cybersicherheit und Gamification zu engagieren. 36 Prozent glauben, dass Blockchain-Technologien für Smart Contracts zwischen Versicherern, Rückversicherern und Versicherten in den kommenden drei Jahren an Bedeutung gewinnen werden. 63 Prozent wollen in Big Data und 56 Prozent in Lösungen aus dem Bereich Künstliche Intelligenz investieren. Sie kommt laut den Versicherern vor allem zum Einsatz, um Datenmuster bei Fällen von Versicherungsbetrug zu erkennen. Überdies sehen 48 Prozent der Versicherungsunternehmen eine wachsende Bedeutung in ihrem Geschäft durch KI-Technologien für Underwriting Software. Allerdings berichtet über die Hälfte der Versicherungen (56 Prozent) gleichzeitig von Budget-Problemen. 

Für Kreditinstitute stehen laut der Studie insbesondere der Ausbau und die Digitalisierung der Kernbanksysteme sowie der Einsatz von Algorithmen für den Schutz und zur Schadensbegrenzung bei Betrugsdelikten im Fokus. 

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