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05.06.2014 | Bank-IT | Im Fokus | Onlineartikel

Wie Browser Banken das Leben schwer machen

Autor:
Stefanie Hüthig

Kunden wollen Geschäfte mit ihrem Geldinstitut unkompliziert und bequem abwickeln. So manche Bank, die ihre IT dahingehend erneuert, muss sich allerdings pragmatisch verhalten.

Viele Finanzinstitute modernisieren derzeit mit Hochdruck ihre IT. Zum einen, um Vorgaben des Regulierers zu erfüllen, zum anderen, um Prozesse im Sinne des Kunden, aber auch des Instituts zu vereinfachen und Kosten zu reduzieren. Förderbanken bilden da keine Ausnahme. Ein Zusammenschluss von Förderinstituten hat seine gemeinsame, auf SAP basierende Plattform „Aktuelles Förderbanken Antrags- und Kundensystem“ (Abakus) weiterentwickelt. Auf einem Online-Portal können deren Kunden künftig nach einer Registrierung nun ihre Daten selbst eingeben und ändern, notwendige Unterlagen hochladen und sich eine Übersicht über ihre Förderanträge verschaffen. Dies soll den Erfassungsaufwand in den Förderbanken senken und die Datenqualität verbessern, wie Projektbeteiligte der Investitions- und Förderbank Niedersachsen (N-Bank) beim diesjährigen SAP-Forum für Banken in Mainz erklärten.

Offline ergänzt online

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Der Haken: Die Kunden der N-Bank müssen die PDF-Antragsformulare offline ausfüllen. Die Software bietet zwar die Möglichkeit, die Formulare online auszufüllen, und einige Häuser setzen diese Funktion auch ein. Doch die N-Bank entschied sich nur für die Offline-Variante. Denn im Gegensatz zur Online-Version funktioniert sie mit verschiedenen Browsern.

"Kleiner Umweg" für den Kunden

Der Kunde muss bei der Offline-Variante jedoch einen „kleinen Umweg“ gehen, wie es die Experten der N-Bank nannten. Der Nutzer öffnet zuerst das Antragsformular im Kundenportal. Nach dem Ausfüllen speichert der Nutzer das Formular lokal auf seinem Rechner, lädt die Datei im wieder im Kundenportal der Bank hoch und schickt sie dann an die Bank. Die eingegebenen Informationen landen im SAP-System eines Sachbearbeiters der Bank, der mit wenigen Klicks eine automatische Übertragung der Daten ins Backend auslöst. Das Videoident-Verfahren, das die Finanzaufsicht Bafin in einer kürzlich erlassenen neuen Leitlinie regelt, könnte ein Weg sein, um den zusätzlich notwendigen Formularversand an die Bank zu ersetzen. Die Methode könnte aus Expertensicht auch dazu beitragen, die Kundenbindung zu steigern. Die Süd-West-Kreditbank bietet diese Art der Identifikation seit Kurzem an.

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