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05.12.2013 | Bankausbildung | Im Fokus | Onlineartikel

Wie Banken Nachwuchs finden

Autor:
Stefanie Burgmaier
2:30 Min. Lesedauer

Finanzinstitute sind bei jungen Berufstätigen weiter unbeliebt und auch Versicherungen sind kaum gefragt als Arbeitgeber. Wie sich das ändern lässt.

Berufsanfänger mit einer wirtschaftswissenschaftlichen Ausbildung meiden nach wie vor die Finanzbranche. Nach einer Umfrage der Beratungsgesellschaft Universum Communications unter 5.000 jungen Mitarbeitern ist die Deutsche Bank der beliebteste Arbeitgeber im Geldsektor. Allerdings kommt der Branchenprimus 2013 nur auf Platz 15. In den Jahren 2010 und 2011 war die Deutsche Bank noch unter den Top Ten. 2012 rutscht sie dann auf Rang 16 ab.

Die KFW Bankengruppe fällt gegenüber dem Vorjahr um zwei Plätze zurück. Sie kommt in diesem Jahr nur auf Rang 31. Hingegen konnte sich die Commerzbank um sieben Positionen verbessern, allerdings reicht das nur für Platz 72. Zwar sind die großen Versicherungen in den vergangenen zwölf Monaten etwas attraktiver für Berufsanfänger geworden. Allerdings klettert die Allianz gerade mal um vier Plätze auf Rang 29. Die Münchener Rück landet gar nur zur Nummer 51 im Ranking.

„Die Finanzkrise hat die jungen Talente nachhaltig erschüttert“, kommentiert Stefan Lake, Country Manager Deutschland bei Universum Communications, die Ergebnisse. Die Nachwuchskräfte wenden sich von der Finanzbranche ab und andere Sektoren zu. In der Gunst der jungen Akademikern, die den beruflichen Einstieg geschafft haben, liegen die Autobauer ganz vorne. Audi schiebt sich dabei vor die Konkurrenten BMW und Porsche.

Fachkräftemangel erreicht die Finanzbranche

Die Springer-Autoren Professor Gerhard Bosch, Professor Herbert Brücker und Dr. Oliver Koppel kommen schon 2011 zu dem Schluss, dass sich angesichts der demografischen Entwicklung der Fachkräftemangel verstärken wird. Damals sahen die Autoren insbesondere Engpässe bei den Ingenieuren voraus,  inzwischen leidet auch die Finanzbranche unter fehlendem Nachwuchs. Wenn das Vertrauen in Banken weiter schwinde, dann seien die Institut im War of Talents endgültig abgeschlagen, warnte Uli Veigel von der New Yorker Grey Group auf der Euro Finance Week.

Wie Banken sich auf die Bedürfnisse der jungen Leute, die auch gerne als Generation Y bezeichnet werden, einstellen können, zeigt ein Beitrag von Maxi Hucke, Benedikt Füssel, Alfred Goll und Stefan Dietl im „Handbuch Strategisches Personalmanagement“ (ab Seite 125). Die Springer-Autoren untersuchen dabei unter anderem die Deutsche Bank. Beim Branchenprimus haben sie vier Ansatzpunkte identifiziert, wie die Bank für Berufseinsteiger interessant er wird. Dazu sollten

die Möglichkeiten der Karriereentwicklung transparent gemacht
früh aufgezeigt, die Unterschiede der Generationen bei den Führungskräften bewusst gemacht
die jungen Kollegen durch Mentoring oder Coaching geführt
sowie moderne Medien in den Arbeitsalltag integriert werden.

Einige der Ideen können sicher auch andere Kreditinstitute für sich nutzen.

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