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22.07.2013 | Bankausbildung | Im Fokus | Onlineartikel

Generation Y

Autor:
Stefanie Hüthig
2:30 Min. Lesedauer

Bei Berufstätigen jeglichen Alters schlägt das Pendel bei der „Work-Life-Balance“ zunehmend zugunsten des „Life“ aus. Vor allem bei der so genannten „Generation Y“: Sie hält zwar Beruf und Familie prinzipiell für vereinbar, gewichtet im Zweifelsfall aber Werte wie Familie und Freundschaft höher.

Familie und Freunde sind …? 78 Prozent der 400 Studenten, die das Beratungshaus „AgenturohneNamen“ bundesweit unter 400 Studierenden für ihre „Student Survey 2013“ befragt hat, wählten als Antwort „sehr wichtig“. Damit stehen Familie und Freunde an erster Stelle, gefolgt von Selbstverwirklichung, persönlicher Freiheit, Work-Life-Balance sowie fester Partnerschaft mit je 60 Prozent. Erfolg im Beruf, Aufstieg und Leistung sind für 33 Prozent „sehr wichtig“, „wichtig“ für 54 Prozent der Befragten.

Was ist Studenten wie wichtig?

Karriere ist Weg zu Selbstverwirklichung

Für 55 Prozent ist Karriere „ein stetiger Weg zu persönlichem Wachstum, Selbstverwirklichung und Befriedigung“ – auch wenn generell 65 Prozent der Studenten gerne im Beruf eine Führungsposition einnehmen würden (Frauen: 64 Prozent, Männer: 72 Prozent). Vor Gehaltserhöhungen stellen die Befragten folgende Parameter, in denen Unternehmen ihre Wertschätzung ausdrücken sollten:

  • Einbeziehung in Entscheidungen mit 74 Prozent,

  • Lob mit 66 Prozent und

  • Verantwortung mit 59 Prozent.

Als Handlungsempfehlungen, die sich an Unternehmen abzeichnen, werden neben dem Betriebsklima die Work-Life-Balance, Weiterbildungsmöglichkeiten, Familienfreundlichkeit genannt. 67 Prozent der Studienteilnehmer befürworten überdies selbstbestimmte Arbeitszeiten statt starrer Modelle.

Bei der Deutschen Apotheker- und Ärztebank differenziert Personalerin Marinka Zeiß gar zwischen der Generation Y, also den zwischen 1976 und 1985 Geborenen, sowie den später Geborenen, der Generation Dotcom und Generation Social Media. Diese Gruppen würden sich durchaus unterscheiden, erklärte Zeiß im Gespräch mit Springer-Autor Rainer Spies. Die Generation Y sei überdurchschnittlich leistungsbereit. „Bei gleichzeitig hohen Ansprüchen“, so Zeiß.

Als ich-bezogener und zunächst weniger loyal gegenüber einem Arbeitgeber beschreibt Professor Heike Bruch, Direktorin am Institut für Führung und Personalmanagement (IFPM) der Universität St. Gallen, die Generation Y im Interview. „Diese jungen Menschen gucken stärker darauf, was ihnen in der Arbeit Spaß macht und worauf sie Lust haben. Karriere ist für sie kein Selbstzweck.“

Was das für Lernmethoden und Inhalte bedeutet, fasst Springer-Autorin Harriet Kleiminger in dem Buch „Personalmanagement von Millennials“ von Herausgeber Dr. Martin Klaffke zusammen: So ist eine Ausstattung der jungen Mitarbeiter mit moderner Technik Pflicht. Bei der Personalentwicklung sollten erfahrungsorientierte Methoden wie projektorientierte Lernformen eingesetzt werden. Überdies sollten Arbeitgeber mit fließenden Grenzen zwischen Beruf und Privatleben bei den jungen Leuten rechnen.

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