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26.03.2014 | Bankenaufsicht | Im Fokus | Onlineartikel

Die schwierige Beziehung zu Brüssel

Autor:
Barbara Bocks
 

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Sparkassen und Genossenschaftsbanken fühlen sich von europäischen Regulierungsvorhaben bedroht. Jetzt wehren sich die Institutsgruppen in einer konzertierten Aktion.

In einer gemeinsamen Erklärung kritisieren der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) und der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) „die europäische Standardisierung und Zentralisierung“ bei Regulierungsvorhaben. Die Verantwortlichen sollten bei Verordnungen und Gesetze, die Finanzmärkte sicherer zu machen, darauf achten, „kleine und mittlere Kreditinstitute in ihrer volkswirtschaftlichen Grundfunktion nicht zu überfordern“. Die Vorschriften müssten vielmehr in einem angemessenen Verhältnis zur Bedeutung des Instituts für das Finanzsystem, zu Art, Umfang und Komplexität der Geschäfte, zur Risikolage und der Qualität des Risikomanagements stehen, fordern die Verbände.

Mehr Ansehen durch Stabilität in der Krise

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Professor Reinhard Schmidt, Inhaber der Stiftungsprofessur für Finance and Accounting an der Goethe-Universität Frankfurt, kann die Kritik der Finanzgruppen nachvollziehen. In einem Online-Interview mit Springer für Professionals betont er, dass Sparkassen und Genossenschaftsbanken mittlerweile wegen ihrer Stabilität in der Krise ein besseres Ansehen genießen - und das nicht nur in Deutschland. "Das Leitbild der Brüsseler Politik war immer die börsennotierte Großbank mit privaten Aktionären. Diese Politik ist allerdings in den Jahren 2009/2010 einer relativ wohlwollenden Position gewichen."

In seinem Bankmagazin-Artikel "Vielfalt im Bankwesen bewahren" hat sich Schmidt die Bankensysteme in Europa genauer angeschaut: "Gemessen am Marktanteil haben sich die Sparkassen bis heute insbesondere in Spanien und Deutschland, in geringerem Maße auch in Österreich, eine wichtige Rolle bewahrt. Dies ist in Frankreich und in Italien nicht (mehr) der Fall." Dennoch kommt er zu dem Schluss: "Die Erfahrungen aus Deutschland zeigen, dass ein Drei-Säulen-Modell mit starken privaten Banken, Sparkassen und genossenschaftlichen Banken eine wichtige und stabilisierende Funktion für das Finanz- und Wirtschaftssystem hat."

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