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12.04.2018 | Bankenaufsicht | Infografik | Onlineartikel

Bad Banks sorgen für weniger Staatsschulden

Autor:
Barbara Bocks

Damit sank die Staatsverschuldung im Jahr 2017 um 53 Milliarden Euro. Das hat die Deutsche Bundesbank am 29. März mitgeteilt. Die deutschen Bad Banks hatten daran einen großen Anteil.

Die Schuldenquote, also der Schuldenstand in Relation zum nominalen Bruttoinlandsprodukt, ging laut Angaben der Deutschen Bundesbank um 4,1 Prozentpunkte auf 64,1 Prozent zurück. Die Schuldenquote liegt damit immer noch um 4,1 Prozent über der vereinbarten Obergrenze des Maastricht-Vertrags von 60 Prozent. Der größte Teil des Rückgangs der Staatsschulden entfiel laut Angaben der Bundesbank auf die staatlichen Bad Banks, die ihre Schulden vor allem durch die Verwertung ihrer Finanzaktiva verringerten. Ende 2017 schlugen sich die Stützungsmaßnahmen zugunsten inländischer Finanzinstitute noch mit insgesamt 193 Milliarden Euro im Schuldenstand nieder; dies entspricht 5,9 Prozent des aktuellen BIPs, heißt es seitens der Bundesbank weiter. Die Hilfsmaßnahmen für Eurostaaten hatten zu diesem Zeitpunkt unverändert ein Volumen in Höhe von 88 Milliarden Euro.

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"Ein Hemmnis für den erfolgreichen Abbau der notleidenden Kredite in Europa war auch die mangelnde Vorbereitung der Banken", sagt Daniel Quinten, Partner bei KPMG in dem Bankmagazin-Artikel "Europäische Banken bleiben auf Altlasten sitzen" der Juni-Ausgabe 2017. Nicht alle Institute hätten eine adäquate Strategie und gut funktionierende Work-out-Units, die sich schwerpunktmäßig mit faulen Assets befassen, heißt es in dem Bankmagazin-Artikel weiter. Eine weitere Hürde für den Abbau von notleidenden Krediten ist laut Quinten die unterschiedlich gut ausgebaute staatliche Infrastruktur. In der Bundesrepublik sei die Infrastruktur im europäischen Vergleich aber gut mit Rechtsordnungen wie dem Insolvenzrecht.

Europaweit 759 Milliarden Euro an faulen Krediten

In ganz Europa hatten Ende des dritten Quartals 2017 allein die großen Geldhäuser in der Euro-Zone laut Angaben des "Handelsblatts" faule Kredite in Höhe von 759 Milliarden Euro in ihren Büchern. Um den Abbau zu beschleunigen, hat die EZB Mitte März 2018 ihren am 20. März 2017 veröffentlichten Leitfaden für den Umgang von Kreditinstituten mit ausfallgefährdeten Krediten um einen zweiten Teil erweitert. So sollen die Institute unbesicherte NLPs nach zwei Jahren zu 100 Prozent mit Rückstellungen absichern. Bei neuen Krediten, die beispielsweise mit Immobilien besichert sind, müssen die Institute diese aufsteigend nach drei Jahren zu 40 Prozent absichern und nach sieben Jahren dann ebenfalls voll. Stichtag für diese Umstellung war der 1. April 2018.

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