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19.06.2017 | Bankenaufsicht | Nachricht | Onlineartikel

Mehr Anstrengungen gegen Cyberrisken

Autor:
Eva-Susanne Krah

Die Bankenaufsicht der Europäischen Zentralbank will künftig Cybervorfälle bei Kreditinstituten, die sie beaufsichtigt, stärker im Blick behalten.

Die vergangenen Cyberattacken auf Zentralbanken und Geldinstitute, unter anderem auf das Zahlungssystem Swift und die Notenbank Bangladeshs, rufen auch die Europäische Zentralbank (EZB) auf den Plan. Ab Sommer dieses Jahres will die EZB von den von ihr beaufsichtigten Banken fordern, dass sie alle signifikanten Cyber-Vorfälle melden, sagte Sabine Lautenschläger, Direktorin der Europäischen Zentralbank (EZB) am 19.Juni 2017 auf einer Veranstaltung in Frankfurt am Main laut Redetext. Die EZB-Bankenaufsicht könne so besser abschätzen, wie viele Cyber-Angriffe und welche Bedrohungen es gebe. Als Bankenaufseher nähmen sie die Cyberrisiken sehr ernst und bestünden darauf, dass Kreditinstitute dies ebenfalls tun, so Lautenschläger. Darüber hinaus arbeite die EZB mit der European Banking Authority (EBA) daran, wie Cyberrisiken wirksam europaweit überwacht werden könnten. Die Notenbank hatte vorher zudem angekündigt, eine Datenbank für Cyber-Vorfälle mit Geldhäusern im Währungsraum als Frühwarnsystem einzurichten. Sie soll dazu dienen, Muster von Cyber-Vorfällen zu erkennen und andere Banken zu warnen. In einer Pilotphase hatte sie 2016 außerdem ein Rahmenwerk zur Meldung von Cyber-Attacken verfasst und bei den Banken, die sie überwacht, getestet. 

Austausch über Cyberabwehr

Andreas Dombret, Vorstand der Bundesbank und unter anderem für die Bankenaufsicht zuständig, hatte im Februar 2017 in einer Rede die Notwendigkeit einer widerstandsfähigen Cyberabwehr und einer Cyberstrategie der Banken betont. Geldhäuser müssten sich bewusst sein, "was auf dem Spiel steht und wie sie die Risiken angehen wollen". Die Bundesbank hat zudem laut Dombret einen internationalen Austausch über Cyberabwehr ins Leben gerufen, unter anderem mit der Federal Reserve Bank (Fed). Die Internationale Organisation der Wertapieraufsichtsbehörden (IOSCO) hat zusammen mit der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) Richtlinien herausgegeben, wie sich Finanzfirmen besser gegen Hacker-Angriffe wappnen können.

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