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26.09.2014 | Bankenaufsicht | Im Fokus | Onlineartikel

Junge Anleger bleiben optimistisch

Autor:
Eva-Susanne Krah
2 Min. Lesedauer

Jüngere Kunden glauben eher an die wirtschaftliche Erholung als ältere Sparer. Das macht sie für Banken besonders interessant.

Die derzeitige Stimmung unter deutschen Anlegern hat sich laut einer Studie des Fondsanbieters Union Investment zum Anlegerklima im dritten Quartal dieses Jahres im Vergleich zum Vorquartal insgesamt verschlechtert: Nur jeder Fünfte rechnet in den kommenden sechs Monaten mit steigenden Aktienkursen (zweites Quartal 2014: 24 Prozent). Und gut jeder zweite Befragte glaubt, dass die konjunkturelle Lage in Deutschland unverändert bleibt. Einen wesentlichen Einfluss hat dabei vor allem das aktuelle Niedrigzinsumfeld für Sparer.

Junge Menschen sind zuversichtlicher

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Doch vor allem jüngere, selbstbewusste Anleger im Alter von 20 bis 29 Jahren sind zuversichtlich und glauben, dass sich ihre finanzielle Situation bessert. Zum Vergleich: Unter den 30- bis 39-Jährigen sind es 27 Prozent, unter den 50- bis 59-Jährigen nur 13 Prozent. Interessant ist gleichzeitig, dass im zweiten Quartal nur 14 Prozent der jungen, befragten Anleger glaubten, über gute Finanzkenntnisse zu verfügen. Gerade nach der jüngsten Leitzinssenkung sei es für Anleger aber "wichtiger denn je, ihre bisherigen Anlageformen zu überprüfen. Denn nur wer bereit ist, im derzeitigen Umfeld ein vernünftiges Verhältnis zwischen Chancen und Risiken bei der Geldanlage einzugehen, wird sein Vermögen mehren und seinen Wohlstand sichern“, betont der für das Privatkundengeschäft zuständige Union Investment-Geschäftsführer Giovanni Gay. Seit dem Jahr 2001 erheben die Marktforscher von Forsa im Auftrag von Union Investment quartalsweise die Anlegerstimmung unter 500 Finanzentscheidern zwischen 29 und 50 Jahren, die mindestens eine Geldanlage besitzen.

Kunden werden immer älter

Dass gerade junge Kunden zum wertvollen Gut für Banken geworden sind, zeigen Zahlen aus der BANKMAGAZIN-Titelgeschichte "Keine Angst vor dem Alter" vom August dieses Jahres (Seite 12-19). Danach werden die Kunden aufgrund des demografischen Wandels immer älter. Im Jahr 2060 werde jeder dritte Deutsche mindestens 65 Jahre alt sein. Zu diesem Zeitpunkt werden nur noch 36 Millionen der rund 80 Millionen Bundesbürger der Gruppe der 20- bis 65-Jährigen angehören und damit im Berufsleben stehen, so die BANKMAGAZIN-Autoren Stefanie Burgmaier und Rainer Spies. Junge Kunden bevorzugen in zunehmendem Maß Online Banking für ihre täglichen Geldgeschäfte, aber auch für die Geldanlage in Online-Depots. Das bietet Geldinstituten neue Möglichkeiten, mit ihrer jungen Klientel intensiv in Kontakt zu treten, beispielsweise über neue Services und Online-Produkte.

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