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Über dieses Buch

In diesem Buch zeigen Innovationsexperten der deutschen Banking- und Finance-Szene aus Wissenschaft und Praxis neue strategische, organisatorische, kulturelle und methodische Problemlösungen in der Bankbranche. Diese Lösungen sind zum Teil bankenspezifisch, zum Teil wurden sie aus anderen Branchen auf den Bankenbereich übertragen. Führungskräfte und Entscheider in Banken und Versicherungen, die kreativ und vor allem langfristig denken und handeln, erhalten hier wertvolle Anregungen. Dieser Band enthält 11 Beiträge, die sich mit neuen Ideen einer strategisch-vertrieblichen Ausrichtung, mit strategischem Risikomanagement und strategischen Geschäftsmodellen, mit kulturell-personalwirtschaftlich und rein kulturell orientierten Themen sowie methodischen Vorgehensweisen im Banking beschäftigen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Strategie/Vertrieb

Frontmatter

1. In Innovation investieren

Zusammenfassung
Sinnvolles Investieren ist schwierig, und die Sparquoten steigen. Eine gute Diversifikation im Portfolio ist wichtig, und auch ein Look Through in die einzelnen Anlagen ist empfehlenswert, um die Risikofaktoren auf Investitionsebene beurteilen zu können. Mit Anleihen lässt sich nicht viel Geld verdienen, und Aktien gelten als hoch oder sogar zu hoch bewertet. Gerade die Risiken von Investitionen in große internationale Unternehmen sind für den einzelnen Anleger eine Blackbox. Die Due Diligence kann sich nur auf die Lektüre von Analystenreports und Geschäftsberichten beschränken.
Anders verhält es sich bei Anlagen in Private Equity und Venture Capital. Der Vorteil ist, dass man in ein übersichtlicheres Unternehmen investiert, bei dem man selbst eine Due Diligence durchführen kann. Durch den Smallcap-Effekt sind hier höhere Renditen möglich. Bei sorgfältiger Auswahl mit einer angemessenen Due Diligence und genügender Diversifikation werden die höheren Risiken mit höheren Erträgen belohnt.
Hendrik Budliger, Jürg Hatz

2. Chancen und Sackgassen des klassischen Retail Bankings

Zusammenfassung
Der Finanzsektor steht durch die Digitalisierung, die Finanzkrise, politische Instabilität, Globalisierung und zunehmende Regulierung erst am Anfang einer tiefgreifenden Umwälzung. Das trifft nicht zuletzt die Retailbanken, die in Anbetracht ihrer Strategien und Managementsysteme, die aus den 1990er-Jahren stammen, unvorbereitet wirken. Es gilt, sich dem Wettbewerb stellen, ohne sich von diesem treiben zu lassen. Als Lösungsweg wird empfohlen, der Kundenzentrierung nicht nur das Wort zu reden, sondern diese endlich konsequent in Produkt-, Vertriebs- und Prozessgestaltung umzusetzen.
Leif Erik Wollenweber, Jim Ruble

3. Umdenken im Vertrieb – Die Digitalisierung des Privatkundengeschäftes

Zusammenfassung
Über die derzeit richtige Strategie des Privatkundengeschäftes im Finanzwesen kann heftig diskutiert werden. Besonders Sparkassen und Filialbanken haben aufgrund des dichten Filialnetzes einen enormen Kostendruck, dem sie trotz der spürbar sinkenden Erträge durch die Niedrigzinspolitik in der Eurozone standhalten müssen. Zudem ist der Wettbewerb durch Non-Banks, Near Banks, Fintechs und Unternehmen wie PayPal, Apple, Google & Co. hart umkämpft. Doch welche Ansprüche haben Kunden der Sparkassen und Filialbanken tatsächlich an ihre Hausbank? Bei welchen Produkten und Dienstleistungen wünschen sie einen Online-Abschluss und wann wird doch das persönliche Beratungsgespräch auf einer Bankfiliale bevorzugt? Um diese Fragen zu klären, wurden über 300 Kunden von Sparkassen und Filialbanken und zehn Experten aus dem Bankensektor befragt. Die Ergebnisse werden in diesem Kapitel vorgestellt.
Janne Lena Gruber, Georg Bouché

4. Digitale Vermögensanlage: Auf dem Weg zu individuellen und intelligenten Lösungen

Zusammenfassung
Im Zuge des boomenden Fintech-Marktes sehen sich die klassischen Banken zunehmend auch im Bereich der Anlageberatung von rein digitalen Angeboten herausgefordert. Es entsteht ein stark wachsender Zweig der digitalen Vermögensanlage. Bislang sind die neuen Angebote allerdings nur kostengetriebene Innovationen, die einen überschaubaren Leistungsumfang bieten. Die Autoren zeigen einen Entwicklungspfad der digitalen Vermögensanlage in vier Angebotsgenerationen auf. Zukünftige Angebote werden demnach zunehmend mit digital-automatisierten Prozessen eine Individualisierung erreichen, die nicht nur eine passgenaue Lösung im Hinblick auf das Portfolio des Kunden liefert, sondern auch den gesamten Beratungs- und Betreuungsprozess so gestalten kann, dass sich der Kunde mit dem Angebot seines Finanzinstitutes deutlich besser identifizieren kann als bei einer gelieferten Standardlösung oder einer durchschnittlichen, nur vermeintlich individuellen Retail- Beratung in der Filiale.
Rüdiger von Nitzsch, Dirk Braun

Strategie/Risikomanagement

Frontmatter

5. Anforderungen an den integrierten Datenhaushalt eines Kreditinstitutes im Kontext von BCBS 239 und MaRisk 6.0

Zusammenfassung
Die Anforderungen des BCBS 239 in Bezug auf Datenqualität und Reporting sind nun schon über drei Jahre alt. Erst jetzt gelingt der BaFin mit den MaRisk 6.0-E eine Integration in das nationale Aufsichtsrecht. In diesem Beitrag werden die Anforderungen von BCBS 239 und MaRisk 6.0-E im Hinblick auf deutsche Institute analysiert und Handlungsoptionen aufgezeigt.
Svend Reuse, Eric Frère

Strategie/Geschäftsmodelle

Frontmatter

6. Share Economy: Ein Business-Gedanke mit Zukunft?

Zusammenfassung
Neben einer grundlegenden Begriffserklärung wird der historische Kontext aufgearbeitet als auch der aktuelle Forschungsstand aus bereits veröffentlichten Studien sowie einer eigenen Empirie dazu genutzt, Motive und Barrieren für die Nutzung von Share Economy herauszustellen. Diese Betrachtung erfolgt stets unter Berücksichtigung diverser Einflussfaktoren. Weiterhin werden Vor- und Nachteile sowie Chancen und Risiken dieses Trends skizziert, ehe mittels demografischer Daten die wesentlichen Charakteristika eines typischen Share Economy Users dargestellt werden. Ziel ist es, dass Banken bei Kreditanfragen von Existenzgründern in diesem Segment eine Vorstellung sowohl über den Markt und die Einflussfaktoren als auch über das Klientel von Share-Economy-Dienstleistungen haben. Diese allgemeine Aufarbeitung dient den Bankern als Entscheidungshilfe bei Investitions- und Kreditanfragen von Existenzgründern sowie einer besseren Bewertung und Einschätzung von Geschäftsmodellen.
Mir Farid Vatanparast, Jan Kaufmann

7. Herausforderungen für Finanzinstitute im Bereich des Crowdfundings

Zusammenfassung
Crowdfunding ist kein ganz neues Phänomen mehr und in den letzten Jahren vielfach im Gespräch, gleichwohl rückt es insbesondere auch bei Privatkunden immer mehr in den Fokus. Eine genauere Betrachtung der Thematik zeigt außerdem, dass bei Banken und Finanzdienstleister Crowdfunding oftmals zu eindimensional betrachtet wird. Im Rahmen einer wissenschaftlichen Untersuchung an der FOM Hochschule für Oekonomie & Management Studienzentrum Stuttgart wurde daher das Themengebiet des Crowdfundings betrachtet. Um zu vertiefenden Einsichten zu gelangen, wurden neben einer ausführlichen Literaturrecherche Experten befragt und eine Online-Umfrage durchgeführt. Dieser Beitrag soll einen breiteren Blick auf das Thema ermöglichen und damit gegebenenfalls auch die Perspektive des einzelnen Instituts verbessern, vielleicht sogar ein neues Geschäftsfeld generieren.
Stefan Gruber, Marcel Seidel

Kultur/Personal

Frontmatter

8. Gesunde und authentische Führung in Zeiten des Wandels

Zusammenfassung
Auf dem gesamten Arbeitsmarkt zeigt sich ein starker Anstieg von stressbedingten Arbeitsausfalltagen, wovon auch die Bankenbranche nicht ausgenommen ist. Führungskräfte können sich für einen „gesunden Führungsstil“ und damit leistungsfähige Mitarbeiter einsetzen. Doch wie sieht gesunde Führung praktisch aus? Wie funktioniert Führung unter den Bedingungen einer sich schnell verändernden Umwelt? Worauf können Führungskräfte achten, um Mitarbeiter zwar zu fördern, zu inspirieren und zu Leistung anzuspornen, aber sie nicht zu überfordern? Neueste Studien zeigen, dass ein transformierender Führungsstil unter bestimmten Bedingungen erfolgreich sein kann. Dieser Beitrag stellt die aktuelle Forschungslage vor und gibt praktische Hinweise, wie dies umgesetzt werden kann.
Sarah Kern

9. Always online – Permanente Erreichbarkeit und die psychische Gesundheit

Zusammenfassung
Die Möglichkeit, durch moderne Informations- und Kommunikationstechnologie „always online“ und somit ständig erreichbar zu sein, bringt nicht nur Chancen, sondern auch Gefahren mit sich. Zahlreiche Studien sowie auch die empirische Untersuchung dieses Beitrags lassen auf einen Zusammenhang zwischen einer ständigen arbeitsbezogenen Erreichbarkeit und der Entstehung von psychischen Belastungen und Erkrankungen schließen. Ist es sinnvoll für Kundenberater, auch außerhalb der normalen Öffnungszeiten für Kunden erreichbar zu sein?
Simone Hager, Sarah Kern

10. Neue Wege im Vertrieb: Herausforderungen bei der Ausbildung freier Handelsvertreter

Zusammenfassung
Für vertriebsorientierte Auszubildende gibt es vier wichtige Bindungskriterien: das Team, die Qualität der Ausbildung, die Rahmenbedingungen der Selbstständigkeit und die persönlichen Zukunftspläne. Die ausbildenden Unternehmen können auf die Bindungskriterien mehr oder weniger Einfluss nehmen. Die Möglichkeiten der Einflussnahme auf die persönlichen Zukunftspläne sind eingeschränkt. In der quantitativen Untersuchung konnte festgestellt werden, dass in mehreren Feldern Handlungsbedarf besteht. In diesem Beitrag wird aufgezeigt, welche Felder das sind und welche Handlungsoptionen bestehen.
Maike Kugler, Marcel Seidel

Kultur/Unternehmenskommunikation

Frontmatter

11. Kunst und Banken

Zusammenfassung
Die Gründe von Kunstförderung sind vielfältig, genauso wie die Formen der Unterstützung. Dieser Beitrag untersucht diese Verhältnisse. Auf der Basis von 30 Interviews lassen sich interessante Ergebnisse ermitteln. Kunst ist dabei nicht nur auf die Kunden bezogen, sondern sie wird auch verstärkt zur Kommunikation nach innen eingesetzt. Die Mitarbeiter sollen dabei nicht nur für das Engagement ihres Unternehmens sensibilisiert werden. Kunst ist auch ein elementarer Bestandteil der Unternehmenskultur geworden, die es zu leben gilt. Am Beispiel verschiedener Genossenschaftsbanken wird deren Kunstförderung beleuchtet und kritisch gewürdigt. Der Beitrag zeigt, wie Kunst als Medium der Unternehmenskommunikation effektiv im eigenen Unternehmen eingesetzt werden kann, und welche Verbesserungen es bei der Evaluierung solcher Engagements geben sollte.
Harald Mertz, Britta Schott

Backmatter

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