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05.10.2016 | Bankprodukte | Nachricht | Onlineartikel

Die Deutschen sind vermögend, aber anlagescheu

Autor:
Barbara Bocks

Das Vermögen der deutschen Haushalte steigt erneut an. Die Investmententscheidungen bleiben aber die gleichen.

Auf 13 Billionen Euro belief sich das Gesamtvermögen der privaten Haushalte im Jahr 2015 in Deutschland. Die Verbindlichkeiten in Höhe von 1,6 Billionen Euro, unter anderem in Form von Krediten, bleiben im Vergleich zum Vermögen weiterhin gering. Das hat der Bundesverband deutscher Banken (BdB) anhand von Zahlen des Statistischen Bundesamts und der Bundesbank berechnet. Rund sieben Billionen Euro des Vermögens entfallen auf Immobilien und Grundstücke. Deren Wert sei aufgrund der Wertsteigerungen von Wohnraum in vielen großen und mittelgroßen Städten in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen, so der BdB.


Eine Billion Euro des Vermögens der Deutschen entfällt auf das so genannte Gebrauchsvermögen, also unter anderem Autos und Möbel. Über fünf Billionen Euro gehören zum Geldvermögen. Bankeinlagen und Bargeld machen laut Angaben des BdB knapp 40 Prozent aus, ebenso wie Lebensversicherungen und Ansprüche an der betrieblichen Altersvorsorge (bAV). Hier bleiben die deutschen Haushalte weiterhin konservativ. Nur gut sechs Prozent der Gelder von Sparern sind laut Angaben des BdB in Aktien investiert.  

Lieber unter das Kopfkissen statt zu investieren

Diesen Trend bestätigen Ergebnisse einer aktuellen, repräsentativen GfK-Umfrage im Auftrag des Berliner Online-Finanzmarktplatzes Savedo. Nicht einmal jeder sechste der insgesamt 1.064 Befragten würde der Studie zufolge sein Vermögen in Immobilien, Aktien, Fondsanteile und Beteiligungen oder Gold und Silber sowie in sonstige Geldanlagen investieren.
Sogar im Fall von Strafzinsen für Privatkunden würde die überwiegende Mehrheit das Geld eher zuhause verstecken oder ausgeben, als es zu investieren. Rund 55 Prozent der Umfrageteilnehmer gaben an, das Geld im Falle von Strafzinsen unter anderem lieber unter das berühmte eigene Kopfkissen zu legen. 34,2 Prozent der Befragten würden bei Strafzinsen bevorzugt mehr Geld ausgeben, beziehungsweise weniger sparen. Allerdings wären nur 6,9 Prozent der Teilnehmer ein eingeführter Strafzins egal.

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2016 | OriginalPaper | Buchkapitel

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Quelle:
Geldanlage und Steuer 2016

01.05.2013 | Analysen und Berichte | Ausgabe 5/2013

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