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08.06.2018 | Bankstrategie | Nachricht | Onlineartikel

Banken leben den digitalen Wandel unterschiedlich

Autor:
Bianca Baulig

Bei einer Konferenz in Frankfurt am Main bewegten sich die Referenten zwischen "langweiligem" Banking und dem Ziel, digitaler Marktführer zu sein. Im Mittelpunkt standen dabei für alle Institute die Kunden.

Einfacher, digitaler und effizienter werden, das möchte die Deutsche Bank mit ihrer DB Privat- und Firmenkundenbank AG, in die Ende Mai 2018 die Postbank integriert wurde. "Mit den zwei Marken wollen wir nun den Markt angreifen", sagte Frank Strauß, Vorstandsmitglied der Deutschen Bank, beim 16. Internationalen Retail-Bankentag von "Börsen-Zeitung" und Diebold Nixdorf in Frankfurt am Main. Vor allem möchte das Kreditinstitut im Kredit- und Anlagegeschäft wachsen. Dazu sollen die Marken weiter digitalisiert werden. Für das vierte Quartal 2018 ist der Start einer Onlineplattform geplant mit dem Ziel, die "digitale Marktführerschaft weiter auszubauen". Bereits jetzt seien mehr als die Hälfte der 20 Millionen Kunden der Deutschen Bank online. Ihnen möchte das Institut ein neues digitales Kundenerlebnis bieten, indem es andere Arbeitsweisen mit ihnen ausprobiert und mit anderen Partnern zusammenarbeitet.

Nicht wie ein Fintech agieren

Als Fan von "boring Banking" bezeichnete sich Helmut Schleweis, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV). "Grundlage unserer Strategie sind nicht vermutete Trends, sondern die Bedürfnisse der Menschen", sagte er. Sparkassen hätten eine gute Ausgangslage, denn mehr als 50 Prozent der Bevölkerung seien von ihnen überzeugt. "Im Grunde investieren wir nicht in Technologie, sondern in die Attraktivität unserer Hausbankverbindung", erläuterte der Verbandschef. Schleweis ist überzeugt, dass Kunden bei Bankgeschäften weiterhin den Kontakt mit Menschen haben möchten und erklärte, warum Sparkassen beim digitalen Wandel zuweilen "verschlafen" wirken: "Wir können nicht wie ein Fintech agieren. Wenn wir etwas herausbringen, geht es gleich an 50 Millionen Kunden." Aber unaufgeregt zu sein, könne auch ein Wettbewerbsvorteil sein.

Dass Apps keine Filiale ersetzen können, demonstrierte Sabine Schmittroth, Bereichsvorständin Private Kunden bei der Commerzbank, anhand einer Rechnung: "50.000 Menschen kommen pro Stunde in unsere 1.000 Filialen. Das sind 450.000 am Tag." Aufgabe der Bankmitarbeiter sei es dann, eine Frage mehr zu stellen, "eine Frage mehr zur richtigen Zeit", wie Schmittroth meinte. Diesen Ansatz sieht Frank Geilen, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der ING-Diba, für sein Institut nicht. "Unser Gedanke ist Self Service", erklärte er. Was der Kunde selbst machen könne, das solle er auch selbst tun.

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