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30.09.2016 | Bankstrategie | Nachricht | Onlineartikel

Commerzbank veröffentlicht neue Strategie

Autor:
Barbara Bocks

 

Alles neu bei der Commerzbank. Die wichtigsten Punkte der Strategie, die die Bank bis 2020 grundlegend ändern werden.

Es rumort in der deutschen Bankenlandschaft. Die Commerzbank hat am 30. September die Eckpunkte ihrer neuen Strategie "Commerzbank 4.0" veröffentlicht. Die Strategie bis 2020 basiert insbesondere auf den drei Schwerpunktthemen

  • fokussiertes Wachstum,
  • digitale Transformation und
  • Effizienzsteigerung.

Bis 2020 wird das Institut insgesamt 1,1 Milliarden Euro in den Umbau investieren. Künftig soll es nur noch zwei Kundensegmente geben: Privat- und Unternehmerkunden sowie Firmenkunden. Das bisherige Segment des Investmentbanking, Corporates & Markets, soll Teil des Firmenkundenbereichs werden. In diesem neuen Segment strebt die Bank ein Ertragswachstum von über 300 Millionen Euro bis Ende 2020 an. Der neue Bereich Privat- und Unternehmerkunden umfasse künftig die Privat- und Unternehmerkunden der Bank sowie die Töchter Comdirect, Commerz-Real und M-Bank, heißt es seitens der Bank. Auch für diesen Bereich hat das Institut mit zwei Millionen Neukunden bis 2020 ehrgeizige Ziele.

Digitale Projekte im Fokus

Durch die "Reallokation vorhandener Mittel" will das Institut rund 700 Millionen Euro pro Jahr in die Digitalisierung und in die  IT investieren, um dadurch "unter anderem 80 Prozent der relevanten Prozesse der Bank zu digitalisieren und dadurch signifikante Effizienzgewinne zu realisieren", heißt es seitens der Bank. Als erstes digitales Projekt wird die Commerzbank im Oktober 2016 die einheitliche, digitale Vertriebsoberfläche "One" einführen. Ein weiteres neues Projekt ist der Digital Campus. Hier sollen künftig agile Projektteams Digitalisierungsprojekte vorantreiben und Prozesse optimieren.

Bei dem Konzernumbau sollen 7.300 Stellen netto in Vollzeit wegfallen. Um das zu finanzieren, gehen die Aktionäre bei den Dividendenzahlungen dieses Jahr vorerst erneut leer aus.

Vorstand der Mittelstandsbank geht

Mit Markus Beumer verlässt im Zuge des Konzernumbaus ein Vorstandsmitglied die Bank. Beumer, der seit Anfang 2008 als Vorstand für die Mittelstandsbank tätig war, beendet seinen Vertrag, der ursprünglich bis Ende 2020 ausgelegt war, vorzeitig Ende Oktober dieses Jahres: "Die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen. Der gerade beschlossene, notwendige Umbau der Firmenkundensparte wird Jahre dauern und erfordert Kontinuität. Deshalb war für mich klar, dass jetzt der richtige Zeitpunkt ist, etwas Neues zu beginnen", schreibt er in der Pressemitteilung der Commerzbank.

Wegen der Abschreibungen unter anderem auf Goodwill-Wertbestände in Höhe von rund 700 Millionen Euro wird das Ergebnis im dritten Quartal 2016 negativ sein, teilt das Geldhaus zudem mit. Für das Gesamtjahr 2016 erwartet es derzeit trotzdem ein "leicht positives Konzernergebnis".

Die Hintergründe zu diesem Inhalt

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